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34,95 € |
-0,050 € |
-0,14 % |
20.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| AT0000APOST4 |
A0JML5 |
- € |
- € |
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Österreichische Post bleibt klare Kaufempfehlung 09.11.2007
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, ist der Meinung, dass die Aktie der Österreichischen Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) nach der Veröffentlichung der Q3-Zahlen eine klare Kaufempfehlung bleibt.
Die Österreichische Post habe am Mittwoch bekannt gegeben, dass Quelle Österreich die Pakete in Zukunft vorrangig über alternative Anbieter zustellen lassen werde. Für die Post bedeute dies den Verlust des zweiten Großkunden nach Otto Versand am Anfang des Jahres. Insgesamt reduziere sich damit das Gesamtvolumen an Paketen von 47 Mio. auf 32 Mio.
Die Österreichische Post habe des Weiteren bekannt gegeben, dass der Verlust von Quelle als Kunde das operative Ergebnis von 2008 mit etwa EUR 20 Mio. belaste. Dass diese Rechnung wieder einmal sehr konservativ ausgefallen sei, sei erst später bekannt geworden und habe den Einbruch der Aktie nicht mehr verhindern können. Der reine EBIT-Abgang durch den Verlust von Quelle betrage rund EUR 8 Mio., habe Generaldirektor Wais gegenüber Medien bestätigt. Der Rest errechne sich aus Restrukturierungskosten und Einbußen, die sich aus Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ergeben würden.
Am Dienstag nächster Woche werde die Post Zahlen zum dritten Quartal bringen. Diese sollten keine weiteren negativen Überraschungen beinhalten. Das Management habe neben einer Restrukturierung des Paketgeschäfts auch angekündigt, den Fokus nun auch auf weitere Zukäufe zu legen. Auch diesbezüglich erwarte man nähere Informationen am Dienstag.
Dass eine Meldung wie diese eine negative Auswirkung auf den Aktienkurs haben würde, sei klar gewesen. Die Heftigkeit dieser Reaktion habe die Analysten dennoch überrascht und sei nur damit zu erklären, dass Investoren weitere Verluste von Großkunden befürchten würden. Diese Annahme sei aber nach Meinung der Analysten nicht gerechtfertigt. Der Verlust der zwei größten Kunden mit jeweils mehr als 7 Mio. Pakten sei schlimm genug. Der schwache Trost bleibe, dass die nächst größten Kunden um einiges kleiner seien (1 bis 2 Mio. Pakete), und damit das Risiko besser gestreut sei.
Der Verlust von Quelle bedeute Anpassungsbedarf in dem Modell der Analysten. Dieser werde aber erst nach den Q3-Zahlen erfolgen.
Trotzdem können die Analysten der Erste Bank schon vorwegnehmen, dass - vorausgesetzt es gibt keine weiteren negativen Überraschungen - die Aktie der Österreichischen Post auf dem aktuellen Niveau eine klare Kaufempfehlung bleibt. Von Verkäufen würden die Analysten definitiv abraten. Auch wenn es nun möglicherweise zu einem Vertrauensverlust von einigen Investoren in die Aktie bzw. in das Management gekommen sei, so biete die Aktie mit einer über 5%igen Dividendenrendite für 2007 und einer Free cash flow yield von über 10% für 2008 immer noch äußerst attraktive Kennzahlen. (Analyse vom 09.11.2007) (09.11.2007/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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