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J.P. Morgan Chase & Co "strong buy" 20.12.2001
Merrill Lynch
Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch raten den Investoren auch weiterhin dazu, die Aktie der US-amerikanischen Investmentbank J.P. Morgan Chase (WKN 850628) aggressiv zu kaufen.
J.P. Morgan Chase hätte ein Update zum Ausmaß der Geschäftsbeziehungen mit Enron (ENE) herausgegeben. Die wichtigste Information sei dabei gewesen, dass sich einige Banken und Versicherungen derzeit weigern würden, deren Surety Bonds und Kreditbriefe zu akzeptieren. In Konsequenz hätte J. P. Morgan sein Engagement bei den Surety Bonds und daran gebundenen Positionen um 965 Mio. US-Dollar und um 165 US-Dollar bei den Kreditbriefen erhöht. Zuvor sei das Management davon ausgegangen, dass die Verbindlichkeiten direkt gegenüber den Banken und Versicherungskonzernen bestehen würde und nicht direkt gegenüber Enron (ENE). Des weiteren hätte J.P. Morgan bekanntgegeben, dass man sich im Bereich ungesicherte Krediten mit weiteren 100 Mio. US-Dollar engagieren würde. Im Bereich gesicherte Verbindlichkeiten hätte man seine Investitionen um 200 Mio. US-Dollar erhöht. Fragen hätten sich hier im Hinblick auf rein technische Belange ergeben, etwa dahingehend, wie genau kollaterale Backstops und Backstops von dritten Personen zu definieren seien.
Außerdem hätte die Investmentbank die voraussichtlichen Verluste für das 4. Fiskalquartal bekanntgegeben, darunter 235 Mio. US-Dollar Verluste aus dem Trading und 220 Mio. US-Dollar in Sonderrücklagen. Die Aktienexperten seien bislang von Verlusten in Höhe von 250 Mio. US-Dollar ausgegangen. Aufgrund der neuen Zahlen hätten sich die Analysten entschlossen, ihre EPS Prognose für das 4. Fiskalquartal von 0,42 auf 0,35 US-Dollar zu senken. Damit würde die EPS Erwartung für das gesamte Fiskaljahr 2001 auf 1,90 US-Dollar reduziert. Im kommenden Geschäftsjahr 2002 würden die Analysten mit einem Gewinn pro Aktie von 3,70 US-Dollar kalkuliert.
Insgesamt würden diese neuen Informationen natürlich das Vertrauen in J.P. Morgan ein wenig erschüttern. Im Großen und Ganzen seien aber die Auswirkungen auf die positive Gesamteinschätzung der Börsenspezialisten nicht nennenswert. J.P. Morgan würde seinen neuen Verbindlichkeiten aus Surety Bonds und Kreditbriefen im 4. Fiskalquartal NPA Status geben, dennoch würde das Management derzeit keine Verluste aus diesen Vorgängen erwarten und planen, die Angelegenheit gerichtlich anzufechten. Es könnte aufgrund des schlechten Eindrucks, den einige Investoren aus diesen Vorfällen gewinnen könnten, zu Kursschwankungen der Aktie kommen.
Trotz dieser Informationen halten die Analysten von Merrill Lynch weiter an ihrer Empfehlung fest, die Aktie von J.P. Morgan Chase mittel- und langfristig aggressiv zu kaufen.
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