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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 100,28 $ |
97,73 $ |
+2,55 $ |
+2,61 % |
22.04/22:00 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US7672041008 |
868009 |
- $ |
- $ |
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Rio Tinto unter der Lupe 04.02.2008
DaxVestor
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "DaxVestor" nehmen die Aktie von Rio Tinto (ISIN US7672041008 / WKN 868009) unter die Lupe.
Das Übernahmepoker um den Bergbaukonzern Rio Tinto habe eine neue Wendung genommen. Der chinesische Staatskonzern Chinalco und der in die Sackgasse geratene amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa seien bei Rio Tinto eingestiegen. Dies bringe den Mitbewerber BHP Billiton in Zugzwang. Dieser habe bislang als Übernehmer von Rio Tinto gegolten. BHP Billiton biete ca. 120 Milliarden USD in Aktien für Rio Tinto. Das Pikante an der Situation: BHP Billiton müsse bis Mittwoch ein offizielles Angebot vorlegen. Werde diese Frist versäumt, müsse BHP Billiton die Fusionspläne mit Rio Tinto für sechs Monate unterbrechen. Erst dann dürfe wieder ein neues Angebot vorgelegt werden.
Doch erst einmal sehe es so aus, als seien die Karten neu gemischt worden. Der chinesische Staatskonzern Chinalco habe bekannt gegeben, zusammen mit Alcoa zwölf Prozent an Rio Tinto für 14 Mrd. USD gekauft zu haben. In einem Medienbericht habe es dann am Wochenende geheißen, dass die chinesische Regierung 120 Mrd. USD bereitgestellt habe, um Rio Tinto ganz zu schlucken. Chinalco-Präsident, Xiao Yaqin, habe heute gesagt, zwölf Prozent würden Chinalco reichen. Ob dies der Wahrheit entspreche oder nur der Taktik geschuldet sei, um den Aktienkurs von Rio Tinto und damit einen möglichen Übernahmepreis nicht explodieren zu lassen, sei dahingestellt. Zudem hätten Chinalco und Alcoa die Möglichkeit offen gelassen, doch noch ein Angebot für den gesamten Rio Tinto-Konzern vorzulegen, sobald "ein Dritter" oder in anderen Worten BHP Billiton ein Angebot vorgelegt habe.
Die Interessenlage der beteiligten Akteure sei dabei höchst unterschiedlich. Rio Tinto, das Objekt der Begierde, möchte am liebsten unabhängig bleiben und sei von der Aussicht, von BHP Billiton übernommen zu werden, alles andere als begeistert. BHP Billiton wolle durch die Rio Tinto-Übernahme zur unbestrittenen Nummer eins im Minensektor aufsteigen. Alcoa suche nach dem Fehlschlag der versuchten Alcan-Übernahme einen Weg aus der strategischen Sackgasse und Chinalco schließlich, bzw. der chinesische Staat, wolle mit allen Mitteln einen preisbestimmenden Großkonzern am für China überlebenswichtigen Rohstoffmarkt verhindern. Aus diesem Grund solle die chinesische Regierung sogar juristische Schritte gegen den Übernahmeversuch von BHP Billiton erwogen haben.
Diese Gemengelage könnte noch für einige Aufregung sorgen. So sei zum einen nicht damit zu rechnen, dass BHP Billiton klein beigebe. Auf der anderen Seite glaube man nicht, dass Chinalco, bzw. der chinesische Staat, einer Rio Tinto-Übernahme durch BHP Billiton tatenlos zuschauen würde. Am Ende scheine es durchaus gut vorstellbar, dass das Duo Chinalco/Alcoa den längeren Atem habe und Rio Tinto vor der Zerschlagung stehe. Den Aktienkurs dürfte letzteres Szenario beflügeln.
Zuvor könnte nach Ansicht der Experten vom "DaxVestor" der Kurs der Rio Tinto-Aktie jedoch nochmals deutlich nachgeben, zumindest wenn sich die Warnsignale der Charttechnik bewahrheiten. (Analyse vom 04.02.2008) (04.02.2008/ac/a/a)
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