|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Sodexo Kursziel erhöht 26.05.2008
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Jens Schott, bestätigt die Sodexo-Aktie (ISIN FR0000121220 / WKN 870935) auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste.
Sodexo dürfte auch in Zukunft von einem anhaltenden Trend zu Outsourcing profitieren. Nach Angaben des Unternehmens seien weltweit mehr als die Hälfte aller Nahrungsmittel-Dienstleistungen eigenbetrieben und kämen somit als potenzieller Markt für Sodexo in Frage. Der adressierbare Markt für Nahrungsmitteldienstleistungen werde auf 250 Mrd. Euro geschätzt (Outsourcing-Quote derzeit 45%), der für Gebäudedienstleistungen auf 400 Mrd. Euro und der für Geschenkgutscheine auf über 70 Mrd. Euro.
Im Jahr 2006/2007 habe Sodexo mit Nahrungsmittel- und Gebäudedienstleistungen einen Umsatz von 12,95 Mrd. Euro erzielt, und im Bereich Geschenkgutscheine habe das ausgegebene Volumen von Gutscheinen bei 7,5 Mrd. Euro gelegen. Das noch nicht ausgeschöpfte Marktpotenzial sei enorm und dürfte für weiteres organisches Wachstum sorgen.
Die Langfristziele von Sodexo (bis 2015 Verdoppelung des Umsatzes und Verdreifachung des operativen Ergebnisses ggü. 2005) würden die Analysten von Hauck & Aufhäuser deshalb für realistisch halten.
Sodexo habe bei der Bearbeitung dieses Marktpotenzials den Vorteil der globalen Präsenz (28.900 Standorte in 80 Ländern) und decke rund 80% der Weltbevölkerung und 92% des Weltsozialprodukts ab. Dies sei bedeutend, da insbesondere multinationale Unternehmen ihre Verträge zunehmend weltweit abschließen würden.
Sodexo sei ein relativ defensiver Titel. Die angebotenen Dienstleistungen würden sich in der Mehrzahl um kleine Anschaffungen des täglichen Bedarfs drehen, die von einem sich verschlechternden Konsumumfeld (Immobilienkrise in den USA, Kreditklemme bzw. verschärfte Kreditvergabe auch in Europa) kaum betroffen sein dürften. Der Anteil der "defensiven Bereiche" betrage bei Sodexo rund 53% (per Gj. 2006/2007; 2001 noch 48%). Ein Anteil von 42% der Umsätze stamme aus den Bereichen Gesundheit und Erziehung, also aus dem gering zyklischen Gesundheits- bzw. öffentlichen Sektor. Weitere 6% würden mit der Verpflegung älterer Personen, 3% mit dem Verteidigungssektor und 2% mit Gefängnissen erwirtschaftet.
Die Nahrungsmittelpreise hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich nach oben entwickelt. Gründe seien insbesondere die ungünstigen Witterungsbedingungen und die verstärkte Nachfrage aus China, aber auch eine erhöhte Biospritproduktion gewesen, die zu Lasten des Anbaus von Nahrungsmittel-Rohstoffen gegangen sei. Zuletzt habe sich der Anstieg der Nahrungsmittelpreise stabilisiert.
Bedrohlich für Sodexo seien nach Meinung der Analysten vor allem "Preissschocks" wie im zweiten Halbjahr 2007, weil hierauf nicht sofort reagiert werden könne. Steigende Nahrungsmittelpreise - so die Befürchtung vieler Marktteilnehmer - könnten die Margenentwicklung von Sodexo beeinträchtigen. In seinen typischen Verträgen habe Sodexo aber Klauseln formuliert, die eine zeitverzögerte Weitergabe höherer Kosten ermöglichen würden.
Eine Steigerung der Nahrungsmittelpreise um 4% bis 6% im laufenden Geschäftsjahr (Erwartung Sodexo, Vj. +3,5%) berge somit ein maximales Margenrisiko von 77 bis 115 Basispunkten oder 70 bis 147 Mio. Euro. Ein Großteil lasse sich allein durch die angestrebten Einsparungen von 60 Mio. Euro p. a. bei Nahrungsmitteln auffangen. Die Aussagen von Sodexo bei Vorlage der Halbjahreszahlen seien zuversichtlich ("Managen der Nahrungsmittelpreise ist Teil unseres Geschäfts, ist unter Kontrolle in allen Teilen der Welt"). Die Analysten würden deshalb unverändert von einer leicht (19 BP) steigenden operativen Marge im Bereich Nahrungsmitteldienstleistungen und Gebäudemanagement ausgehen.
Sodexo habe per Ende des ersten Halbjahres (Ende Februar 2008) eine Nettoverschuldung von 247 Mio. Euro oder 12% des Eigenkapitals (Vj. 535 Mio. Euro bzw. 24,8% des EK) gehabt. Im Jahr 2006/2007 habe ein freier Cashflow von 561 Mio. Euro (Vj. 387 Mio. Euro) erwirtschaftet werden können. Dies entspreche einer Free-Cashflow-Rendite von hohen 8,2%. In den letzten fünf Jahren habe das Unternehmen in jedem Jahr hohe freie Cashflows zwischen 252 und 561 Mio. Euro pro Jahr erwirtschaftet.
In einer Phase niedriger Zinsen und zyklischer Risiken für den Gesamtmarkt sei die hohe und visible Cash-Generierung von Sodexo nach Ansicht der Analysten besonders attraktiv und sollte sich in einem weiter steigenden Aktienkurs niederschlagen. Die sehr solide Bilanz ermögliche es Sodexo, über das organische Wachstum hinaus auch durch Akquisitionen zu wachsen. Im Bereich "Service Vouchers and Cards" habe Sodexo 2007 die Übernahme von VR in Brasilien, Tir Groupe in Frankreich und Circles in den USA bekannt gegeben. Die Akquisitionen seien aus vorhandenen Mitteln finanziert worden. Auch weitere Aktienrückkäufe seien mittelfristig denkbar.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die Sodexo-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 53,70 Euro (vorher 50,60 Euro). (Analyse vom 26.05.2008) (26.05.2008/ac/a/a)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|