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Erste Bank kaufen


09.04.2009
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Stefan Maxian, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie der Erste Bank (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) weiterhin mit "kaufen" ein.

Das Jahresergebnis der Erste Bank sei durch einige Sondereffekte beeinflusst gewesen (EUR 602 Mio. Erträge durch den Verkauf des Versicherungsgeschäfts, EUR 570 Mio. Firmenwertabschreibungen in Serbien, Ukraine und Ungarn; weiter sei ein Abwertungsbedarf von EUR 480 Mio. durch uneinbringliche Forderungen an isländische Banken, Lehmann-Brothers-Obligo sowie Bewertungsaufwendungen für strukturierte Produkte (ABS/CDO) entstanden). Das Management habe angekündigt staatlich unterstütztes Partizipations- und Hybridkapital in der Höhe von EUR 2,7 Mrd. zu emittieren.

Erste Bank weise eine attraktive strategische Positionierung durch hohen Marktanteil im Privatkundengeschäft in Tschechien, Slowakei, Ungarn und Rumänien. Insgesamt gebe es in den CEE-Ländern circa 2.100 Filialen. Die Bank verfüge auch über einen hohen Grad an Einlagenfinanzierung : Kredite in der CEE-Region seien zu 100% durch Einlagen gedeckt.


Das Ertragspolster zeichne sich durch ein stabiles Zinsergebnis und die Kostensenkungsmaßnahmen aus. Mittelfristig sei die Neuordnung der Aktionärsstruktur wahrscheinlich, da man mit einer ordentlichen Kapitalerhöhung zur Bedienung des Partizipationskapitals rechne und der bereits verschuldete Kernaktionär, die Erste Bank Stiftung, kaum Spielraum habe. Die spanische Criteria Caixacorp habe bereits einen 5%-Anteil an der Erste Bank gemeldet und Gespräche mit der Erste Bank Stiftung seien bestätigt worden.

Das Eigenkapital sei vor allem durch schwächere CEE-Währungen und Abwertungen des AFS-Portfolios (ABS/CDO) belastet. Die CEE-Währungen seien auch das Hauptrisikofaktor: Größte Eigenkapital- und Goodwillpositionen würden sich in Rumänien und Tschechien befinden. Es herrsche darüber hinaus auch eine extrem hohe Planungsunsicherheit bezüglich Kreditausfälle: Man erwarte einen Anstieg der Not leidenden Kredite auf rund 9% auf Gruppenebene und rechne mit Risikovorsorgen von circa 155 bps in 2009 (über dem Managementausblick von Dezember zwischen 90 und 120 bps) beziehungsweise 125 bps in 2010. Mittelfristig sei auch eine Verwässerung durch Kapitalerhöhung möglich und es gebe keinen Ausblick seitens des Managements bezüglich der Gewinnentwicklung in 2009.

In einem bereits konservativen Szenario unter Berücksichtigung weiterer Abschreibung der Firmenwerte in Ungarn und Rumänien zu 100% sowie unter Annahme einer 25%-Verwässerung errechne man ein Kursziel von EUR 18.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie der Erste Bank. (Analyse vom 09.04.2009) (09.04.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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