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Erste Bank übergewichten


03.04.2002
Raiffeisen Centrobank

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben auf Grund der zu erwartenden Ergebnisverbesserung bei ihrer Empfehlung, Aktien der österreichischen Erste Bank (WKN 909943) überzugewichten.

Erste Bank habe im Rahmen der vorläufigen Zahlen für 2001 einen weiteren Ergebnisanstieg präsentiert. Das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) sei um 46,6% von EUR 276,7 Mio. auf EUR 405,7 Mio gestiegen. Dieser Anstieg stamme zur Gänze aus den Ergebnisbeiträgen der Ceska und der Slovenska Sporitelna (exkl. Refinanzierungskosten und Firmenwertabschreibung). Die Nettozinsmarge habe von 1,61% auf 1,78% gesteigert werden können und das Kosten/Umsatz-Verhältnis habe sich von 67,9% auf 67,1% verbessert.


Der Anstieg des Jahresüberschusses um 16,4% auf EUR 223,3 Mio. habe über den Erwartungen der Analysten gelegen, wobei die Abweichung durch das starke Handelsergebnis im 4. Quartal 2001 (+129,4% im Quartalsvergleich) verursacht worden sei. Darin sei jedoch ein einmaliger Ergebniseffekt von ca. EUR 20 Mio. durch die Ausgliederung von Derivativpositionen enthalten. Der Gewinntreiber 2001 seien der Anstieg im Nettozinsergebnis um 55,7% auf EUR 1.438,9 Mio. - bedingt durch die Konsolidierung der Ceska und der Slovenska Sporitelna, die Stabilisierung der inländischen Nettozinsmarge von 1,36% auf 1,44% und die Ergebnisbeiträge aus dem Anlagen- und Schuldenmanagement.

Im Jahr 2002 erwarten die Analysten eine starke Ergebnisverbesserung in der Ceska Sporitelna auf EUR 148,4 Mio.(+181%), die für den erwarteten Gewinnanstieg auf EUR 269,5 Mio. verantwortlich sein werde. Im Inlandsgeschäft erwarten die Analysten aufgrund der Restrukturierungserfordernisse bei der Tiroler Sparkasse eine flache Entwicklung in den relativen Kennzahlen. In der Slovenska Sporitelna rechnen die Analysten für 2002 ebenfalls noch mit keinen größeren Ergebnissteigerungen.

Die Erste Bank werde anhand ihrer Gewinnschätzungen für 2002 und 2003 mit einem KGV von 13,4 bzw.11,2 bewertet. Das Kurs-Buchwertverhältnis für 2002 und 2003 liege mit 1,7 bzw. 1,5 auch auf dem Niveau der Konkurrenz. Die ergebnisberechtigten Stück hätten die Analysten unter Einrechnung der zusätzlichen Aktien aus dem Mitarbeiterbeteiligungs- u. Management-Aktienoptionsprogramm für die Jahre 2002ff angepasst.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank sehen aufgrund der Fortschritte in der Restrukturierung der Osttöchter und des Wachstumspotentials in Osteuropa ihre Empfehlung "übergewichten" bestätigt. Die Analysten errechnen einen fairen Wert der Aktie für das Jahr 2002 von EUR 70.




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