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Erste Bank halten 10.08.2009
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Stefan Maxian, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie der Erste Bank (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) von "kaufen" auf "halten" herab.
Die Quartalszahlen der Erste Bank hätten die Analysten- sowie die Konsensusschätzungen deutlich übertreffen können. Die Überraschung sei aufgrund eines besonders starken Handelsergebnisses, einiger positiver Einmaleffekte und eines starken Zinsergebnisses gelungen. Stabilisierende CEE-Währungen sowie eine verbesserte Refinanzierungsstruktur - das Verhältnis Kredite/Einlagen habe von 116% auf 112% reduziert werden können - hätten sich positiv auf die Ertragssituation ausgewirkt. Dennoch sei die Nachhaltigkeit dieses Quartalsergebnisses in Erwartung eines normalisierten Handelsertrags wenig wahrscheinlich.
Erste Bank weise eine attraktive strategische Positionierung durch hohen Marktanteil im Privatkundengeschäft in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien. Insgesamt gebe es in den CEE-Ländern circa 2.100 Filialen. Die Bank verfüge auch über einen hohen Grad an Einlagenfinanzierung: Kredite in der CEE-Region seien zu 100% durch Einlagen gedeckt.
Das Ertragspolster zeichne sich durch ein stabiles Zinsergebnis und die Kostensenkungsmaßnahmen aus. Mittelfristig sei die Neuordnung der Aktionärsstruktur wahrscheinlich, da man mit einer ordentlichen Kapitalerhöhung zur Bedienung des Partizipationskapitals rechne und der bereits verschuldete Kernaktionär, die Erste Bank Stiftung, kaum Spielraum habe. Die spanische Criteria Caixacorp habe bereits einen 5%-Anteil an der Erste Bank gemeldet und Aufstockung auf 10% beabsichtigt.
Die CEE-Währungen seien der Hauptrisikofaktor: Größte Eigenkapital- und Goodwillpositionen würden sich in Rumänien und Tschechien befinden. Es herrsche darüber hinaus auch eine extrem hohe Planungsunsicherheit bezüglich Kreditausfälle: Man erwarte einen Anstieg der Not leidenden Kredite auf rund 9% auf Gruppenebene und rechne mit Risikovorsorgen von circa 177 bps in 2009 (über dem Managementausblick von Dezember zwischen 90 und 120 bps) beziehungsweise 148 bps in 2010. Mittelfristig sei auch eine Verwässerung durch Kapitalerhöhung möglich und es gebe keinen Ausblick seitens des Managements bezüglich der Gewinnentwicklung in 2009.
Bedingt durch das starke Quartalsergebnis hätten die Analysten ihre Gewinnschätzungen für 2009 erhöht. Ihr neues Kursziel laute EUR 31,00.
Aufgrund der starken Aktienperformance der letzten Wochen reduzieren die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Empfehlung für die Erste Bank-Aktie von "kaufen" auf "halten". (Analyse vom 10.08.2009) (10.08.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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