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Wienerberger Revisionsbedarf 06.11.2009
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, sieht für die Aktie von Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) Revisionsbedarf bei Schätzungen und Kursziel.
Die Wienerberger Ergebnisse in den ersten neun Monaten seien schlechter ausgefallen als erwartet. Der Gruppenumsatz sei 26,5% auf EUR 1,417 Mio. und der operative Gewinn vor Restrukturierungskosten und Einmalabschreibungen um 82,7% auf EUR 36,7 Mio. gesunken. Nach EUR 81,5 Mio. Restrukturierungskosten, EUR 28,2 Mio. Wertminderungen bei Sachanlagen und EUR 124,4 Mio. Firmenwertabschreibungen sei ein operativer Verlust von EUR 197,3 und ein Nettoergebnis nach Minderheiten von EUR -221,6 Mio. geblieben.
Obwohl der Umsatzrückgang im dritten Quartal mit -21,8% nach -22,0% im zweiten Quartal einen Hauch moderater ausgefallen sei, könne man noch nicht von einer Bodenbildung sprechen, da dies am bereits niedrigeren Vorjahresniveau gelegen habe. Die Nettofinanzverschuldung sei seit Anfang 2009 von EUR 890,2 Mio. auf EUR 540,5 Mio. gesunken, hauptsächlich dank der jüngsten Kapitalerhöhung (EUR 320,1 Mio.) und einem niedrigeren Nettoumlaufvermögen (EUR 110 Mio.).
Insbesondere im September sei das Geschäft laut Management enttäuschend verlaufen und das Unternehmen wolle daher fünf weitere Werke schließen, insgesamt also 31 im Jahr 2009. Hierfür würden heuer zusätzliche EUR 20 Mio. an Restrukturierungskosten notwendig (gesamt 2009 EUR 120 Mio.). Für das Gesamtjahr würden heuer EUR 155 Mio. Einsparungen gegenüber 2008 erwartet und zusätzlich EUR 35 Mio. in 2010.
Für das zweite Halbjahr 2009 erwarte Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch ein operatives EBITDA (vor Restrukturierungskosten) in Höhe der ersten sechs Monate, also rund EUR 100 Mio. und etwas über EUR 200 Mio. im Gesamtjahr. Dem Jahr 2010 blicke Scheuch optimistischer entgegen und erwarte selbst bei weiterhin schwacher Nachfrage aufgrund der Einsparungen deutliche Ergebnissteigerungen und höhere Cashflows.
Da Ergebnisse und Ausblick hätten enttäuscht. Die schwer betroffenen Häusermärkte in den USA sowie in Großbritannien sollten nach Ansicht der Analysten die Trendwende geschafft haben und in manchen westeuropäischen Ländern scheine sich die Lage ebenfalls zu stabilisieren. Dennoch gebe es in Summe keine Zeichen einer raschen Erholung und vor allem in Osteuropa würden sich die Märkte in Summe weiter negativ entwickeln.
Das Jahr 2010 sollte daher hauptsächlich von Kosteneinsparungen profitieren. Aufgrund des längerfristig vorhandenen Potenzials seien die Analysten für die Aktie dennoch nicht negativ gestimmt, auch wenn keine unmittelbare Besserung in Sicht sei.
Aufgrund der zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen werden die Analysten der Erste Bank ihre Schätzungen insbesondere für 2009 und ihr Kursziel von derzeit EUR 15,70 für die Wienerberger-Aktie aller Voraussicht nach senken. (Analyse vom 06.11.2009) (06.11.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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