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Vestas Wind Systems kaufen 11.02.2010
National-Bank AG
Essen (aktiencheck.de AG) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, bewertet die Aktie von Vestas Wind Systems (ISIN DK0010268606 / WKN 913769) mit dem Rating "kaufen".
2009 habe ganz im Zeichen eines rückläufigen Auftragseingangs gestanden. Restriktivere Kreditvergaben im Zuge der globalen Finanzkrise hätten zur zeitlichen Verzögerungen oder Komplettausfällen von Projekten geführt, weshalb sich für das Gesamtjahr annähernd eine Halbierung des Auftragsvolumens auf 3.072 MW ergeben habe. Der Auftragsbestand habe sich gleichzeitig von 4.806 MW auf 1.747 MW verringert, so dass sich die Nachfrageflaute noch nicht in der tatsächlichen Produktions- und Umsatzentwicklung des Jahres 2009 niedergeschlagen habe, sondern im Wesentlichen erst 2010 wirksam werde.
Im zurückliegenden Jahr habe der Konzern einen besonders deutlichen Rückschlag auf dem US-amerikanischen Markt erlebt. Nachdem 2008 noch eine installierte Leistung von 1.345 MW, und damit mehr als doppelt soviel wie auf dem zweitgrößten Markt Spanien, habe realisiert werden können, habe sich das Volumen im Jahr 2009 nur noch auf 749 MW belaufen. Der spanische Markt habe demgegenüber 762 MW und China 584 MW erreicht.
Die äußerst schwierigen Marktbedingungen hätten die Aktie gegenüber dem Allzeithoch vom Sommer 2008 über 60% an Wert verlieren lassen. Gleichzeitig hätten sich jedoch auch die Bewertungsrelationen der Aktie deutlich verbessert. Während der Kurs im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2008 noch dem 1,74-fachen des Umsatzes beziehungsweise mehr als dem 30-fachen des Nettoergebnisses entsprochen habe, hätten sich diese Kennziffern für das aktuelle Schätzjahr auf 1,0 respektive 13,9 ermäßigt. Angesichts erwarteter Zuwachsraten für Umsatz und Ergebnis in den kommenden drei Jahren von durchschnittlich 13% beziehungsweise 9%, sehe man die Aktie aktuell als relativ günstig bewertet an.
Für das laufende Geschäftsjahr erwarte Vestas Wind Systems eine deutliche Belebung der Geschäftstätigkeit. Insbesondere sollten die Auftragseingänge den Konzernerwartungen zufolge ein neues Rekordvolumen in Höhe von 8.000 bis 9.000 MW erreichen. Der Umsatz dürfte dabei aufgrund des noch niedrigen Auftragsbestands nur unterdurchschnittlich profitieren und im laufenden Jahr um 5,5% auf ein Niveau von etwa 7 Mrd. EUR steigen.
Das Preisumfeld sollte insgesamt stabil im Vergleich zum Vorjahr bleiben. Das Ziel für die operative Marge belaufe sich auf 10 bis 11%, woraus sich ein EBIT zwischen 700 und 770 Mio. EUR ableite. Aufgrund der rückläufig erwarteten Marge errechne sich ein Minus für den operativen Ertrag zwischen 10% und 18%.
Gegenüber den früheren Vorgaben eines Umsatzvolumens zwischen 7 und 8 Mrd. EUR sowie einer operativen Marge von 10 bis 12% würden die im Rahmen des Geschäftsberichts am 10. Februar vorgelegten neuen Vorgaben eine Einengung der Spannen jeweils zum unteren Ende hin bedeuten. Als ursächlich hierfür werde angeführt, dass ein Großteil des erwarteten Auftragsvolumens erst relativ spät im laufenden Jahr generiert werden dürfte. Trotz der über den Prognosen liegenden Geschäftszahlen habe die Aktie infolge des gesenkten Ausblicks am Tag der Veröffentlichung 7,7% an Wert eingebüßt. Die Konsensschätzungen hätten vor der Anpassung des Ausblicks noch ein 2010er-Umsatzvolumen von 7,38 Mrd. EUR sowie ein EBIT in Höhe von 770 Mio. EUR unterstellt.
Die Analysten würden die Aktie des dänischen Herstellers von Windkraftanlagen neu in die Liste ihrer Anlageempfehlungen aufnehmen. Infolge eines äußerst schwachen Marktumfelds habe der Titel in den zurückliegenden eineinhalb Jahren deutlich an Wert verloren.
Im Vorfeld einer dank verbesserter Kreditbedingungen ab der zweiten Jahreshälfte 2010 erwarteten deutlichen Auftragsbelebung raten die Analysten der National-Bank AG unter Hinweis auf das erhöhte Risiko zum Kauf der Aktie von Vestas Wind Systems bei einem Kursziel in Höhe von 325 DKK (Dänische Krone). (Analyse vom 11.20.2010) (11.02.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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