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Alcoa Aluminiumpreis lässt keine großen Sprünge erwarten


29.07.2010
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) nach wie vor mit dem Rating "halten" ein.

Der Umsatz sei im zweiten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 22,4% auf USD 5,19 Mrd. gestiegen (die Analystenerwartungen hätten bei USD 5,02 Mrd. gelegen). Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten habe sich auf USD 136 Mio. bzw. USD 0,13 je Aktie belaufen, nachdem im Vorjahr noch rote Zahlen in Höhe von USD 454 Mio. geschrieben worden seien. Diesbezüglich hätten auch hier die Analystenerwartungen (USD 0,12 je Aktie) übertroffen werden können.

Das Unternehmen gehe nunmehr davon aus, dass die weltweite Aluminiumnachfrage im Jahr 2010 um rund zwölf Prozent steigen werde. Zuvor sei man noch von zehn Prozent ausgegangen. Beim aktuellen Preisniveau in China sehe Alcoa derzeit rund sechs Mio. Tonnen an Aluminiumkapazitäten als nicht profitabel an und erwarte, dass im dritten Quartal rund ein- bis eineinhalb Mio. Tonnen davon stillgelegt würden. Die realisierten Absatzpreise seien ggü. dem Vorquartal zurückgegangen. Da die fundamentale Lage am Aluminiummarkt weiterhin angespannt bleibe, sei auch nicht mit großen und nachhaltigen Preissprüngen zu rechnen.


Der US-Aluminiumriese Alcoa habe für das zweite Quartal gute Zahlen vorgelegt und auch die Erwartungen des Marktes übertroffen. Vor allem höhere Volumina, Produktivitätssteigerungen und eine gute Kostenkontrolle hätten eine etwas schwächere Preisentwicklung kompensieren können. Beim Ausblick gebe sich das Management durchaus zuversichtlich, vor allem im Hinblick auf die weitere Entwicklung am Aluminiummarkt, wo Alcoa eine Entspannung erwarte.

Genau hier würden die Analysten aber weiterhin vorsichtig bleiben, da sich ihrer Meinung nach die Lage am Aluminiummarkt weiterhin schwierig gestalte. Auf der einen Seite sei im Jahr 2010 durchaus mit einer Erholung der Nachfrage zu rechnen. Auf der anderen Seite stünden aber weiterhin Überkapazitäten und extrem hohe Lagerbestände. Zwar sei ein beträchtlicher Anteil der Lagerbestände in Finanzkontrakten gebunden und dementsprechend im Moment nicht verfügbar. Jedoch werde diese Situation nicht für ewig anhalten und sich dementsprechend im Verlauf des zweiten Halbjahres auf die Preisentwicklung auswirken.

Daher behalten die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "halten"-Empfehlung für die Alcoa-Aktie bei. (Analyse vom 29.07.2010) (29.07.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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