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IMMOFINANZ strebt EBITDA von 600 Millionen Euro an


12.08.2010
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064) mittelfristig an schwachen Tagen wieder ein interessanter Kaufkandidat.

Eduard Zehetner, Vorstandschef der IMMOFINANZ-Group, wolle nach dem Abschluss der Restrukturierung die Erträge in den kommenden drei Jahren kräftig steigern. "Unser Ziel ist in drei Jahren ein EBITDA in Höhe von rund 600 Millionen Euro zu erwirtschaften", sage der CEO den Experten bei ihrem Treffen in der Wiener Firmenzentrale. Auf Basis des Fair Value Prinzips seien Abschreibungen nicht zu beziffern. Unter normalen Bedingungen würden lediglich Zinskosten von 180 bis 200 Millionen Euro anfallen. Die Steuerquote betrage dank milliardenschwerer Verlustvorträge unter zehn Prozent. Netto könnte das Immobilienschwergewicht in drei Jahren zwischen 350 und 400 Millionen Euro Gewinn erzielen. Spätestens dann wolle Zehetner wieder Dividenden ausschütten. "Mittelfristig wollen wir wieder Dividenden auszahlen. Zunächst wollen wir das Thema Wandelanleihe lösen".

Eine erste Wandelanleihe laufe Ende des nächsten Jahres aus. Sie sei knapp 200 Millionen Euro schwer. Der Wandlungspreis betrage 2 Euro und dürfte entsprechend in Aktien getauscht werden. Außer Reichweite in Aktien zu tauschen würden die Wandler 2017 und 2014 mit einem Volumen von insgesamt mehr als 860 Millionen Euro liegen. Seitens der Inhaber bestehe ab 2012 eine Put-Option. "Stand heute ist es mein Ziel diese Wandelschuldverschreibungen durch die Ausgabe einer neuen Wandelanleihe zu bedienen", sage der CEO.

Eine andere Option wäre schlicht die Rückzahlung aus Cash verbunden mit einer Kapitalerhöhung. Letzteres sei jedoch derzeit "kein Thema und auch nicht notwendig". Aktuell verfüge das Unternehmen laut Zehetner über Barmittel von mehr als 0,5 Milliarden Euro. Zusätzlich würden die Österreicher demnächst weitere 100 Millionen Euro in Cash oder rund 55 Millionen Immofinanz-Aktien aus Vereinbarungen aus dem so genannten "IBAG Bond" erhalten.


Per Ende April habe IMMOFINANZ das Wirtschaftsjahr 2009/2010 abgeschlossen. Der Firmenchef bekräftige das Jahr mit einem soliden Gewinn abgeschlossen zu haben. Analysten würden ein EBITDA von bis zu 380 Millionen Euro und einen Nettogewinn von mehr als 100 Millionen Euro erwarten. Im neuen Jahr sollten die Erträge weiter gesteigert werden. Nach einer drastischen Abwertung des Immobilienportfolios im Vorjahr würden laut dem CEO für das letzte Wirtschaftsjahr keine weiteren Korrekturen folgen. Das Immobilienvermögen habe einen Buchwert von mehr als 8 Milliarden Euro und sei derzeit besenrein.

IMMOFINANZ fokussiere sich auf Westeuropa und die Region Mittel- und Osteuropa sowie auf Aktivitäten im Bereich Retail, Logistik, Büro und Wohnen. 80 Prozent der Erträge sollten künftig aus dem aktiven Management der Bestandsimmobilien eingefahren werden, weitere zehn Prozent jeweils aus selektiven Trading-Verkäufen und aus der eigenen Entwicklung von Objekten.

In den nächsten Jahren wolle Zehetner das Unternehmen weiter umstrukturieren und Immobilien von circa 2,2 Milliarden Euro veräußern. Unter Buchwert müsse nichts verkauft werden. "Unser Ziel ist plus zehn Prozent auf den Buchwert bei den zu veräußernden Objekten". Die Aufgabe werde nicht ganz einfach sein, da der Markt weiterhin schwierig sei und Investoren nicht Schlange stünden. Weitere 500 Millionen Euro sollten aus Verkäufen von Randbereichen resultieren. In den nächsten fünf Jahren würden sodann im Schnitt jährlich 500 Millionen Euro aus Veräußerungen eingenommen. Investieren wolle Zehetner, der im kommenden Jahr seinen 60. Geburtstag feiere, zunächst bis zu 400 Millionen Euro jährlich. Dieser Betrag fließe in die Weiterentwicklung von Projekten oder in neue Immobilien.

IMMOFINANZ sei das fünfgrößte Immobilienunternehmen in Europa. Zehetner habe das von der Krise stark gebeutelte Unternehmen wieder in ein ruhiges Fahrwasser geführt. Die Aktie sei mit einem Abschlag von mehr als 50 Prozent zum NAV zu haben. Positiv: Teilweise würden Anleger weitere Abschreibungen auf das Immobilienvermögen erwarten, was nach Angaben des Firmenchefs aber nicht passieren werde. Teuer sei das rund 2,6 Milliarden kapitalisierte Immobilienunternehmen nicht.

Mittelfristig ist das Papier von IMMOFINANZ an schwachen Tagen wieder ein interessanter Kaufkandidat unter den Immo-Aktien, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 12.08.2010) (12.08.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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