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Schmolz + Bickenbach Neufinanzierung erfolgt durch Kapitalerhöhung 07.10.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Schmolz + Bickenbach-Aktie (ISIN CH0005795668 / WKN 905370) weiterhin mit "kaufen" ein.
Nachdem die EU-Kommission bis Ende September noch nicht abschließend über die Zustimmung zu dem neuen Finanzierungspaket (100 Mio. EUR KFW-Darlehen und Bürgschaftszusage des Bunds und des Landes Nordrhein Westfalen i.H.v. 75% für ein 300 Mio. EUR Darlehen) entschieden habe, nehme Schmolz + Bickenbach über eine Kapitalerhöhung 220 Mio. EUR (297,22 Mio. CHF) frisches Kapital bei den Aktionären auf.
Dazu werde eine außerordentliche Generalversammlung am 28. Oktober 2010 die notwendigen Beschlüsse vornehmen. Vom 1. bis 8. November 2010 hätten die Aktionäre dann die Möglichkeit, sich über das Bookbuildingverfahren an der Kapitalmaßnahme zu beteiligen, deren endgültigen Bedingungen am 28. Oktober bekannt gegeben würden.
Die Großaktionäre würden sich wie folgt beteiligen: Die Eigentümerfamilien (Anteil: 70,2%) würden sich durch eine Operation Blanche (Verkauf von Bezugsrechten und Bezug neuer Aktien, ohne Kapitalzuzahlung) verwässern lassen. Die GEBUKA AG (Gerold Bührer) werde ihre Bezugsrechte so ausüben, dass sie weiter 5% der Aktien besitzen werde. Somit steige der Free-float von derzeit 24,7% auf deutlich über 40% und biete institutionellen Investoren gleichzeitig eine höhere Liquidität in der Aktie.
Auch wenn der Antrag auf die Staatshilfe beibehalten werde, so scheine eine Genehmigung doch ungewiss. Mit der von den Banken (Credit Suisse (ISIN CH0012138530 / WKN 876800), Commerzbank (ISIN DE0008032004 / WKN 803200), Royal Bank of Scotland (ISIN GB0007547838 / WKN 865142) und WestLB) garantierten Kapitalerhöhung könne das Unternehmen die Eigenkapitalquote auf rund 30% (zuvor 24%) erhöhen und sich verstärkt auf das operative Geschäft konzentrieren. Die Banken würden zusätzlich zu den bestehenden 342 Mio. EUR Finanzierungszusagen in Höhe von insgesamt 825 Mio. EUR bis Ende 2012 geben.
Während sich der Geschäftsverlauf bei dem Edelstahlproduzenten weiter verbessere, habe die Unsicherheit bezüglich der neuen Refiinanzierung wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen gelegen.
Mit der Kapitalerhöhung fällt diese Unsicherheit weg, weshalb die Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert den Kauf der Schmolz + Bickenbach-Aktie empfehlen. Die genauen Verwässerungseffekte würden erst Anfang November visibel, so dass man aktuell das Kursziel von 27 EUR noch nicht anpasse. (Analyse vom 07.10.2010) (07.10.2010/ac/a/a)
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