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Telefónica Heimatmarkt Spanien belastet Ergebnis


29.09.2011
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Aktie der Telefónica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) von "halten" auf "reduzieren" herab.

Telefónica sei einer der weltweit größten Telekommunikationskonzerne. Das Unternehmen sei Marktführer im Heimatmarkt Spanien (aktuell 33% Umsatzanteil) und besitze in Europa eine starke Marktstellung. Außerhalb Europas sei Telefónica vor allem auf den lateinamerikanischen Raum fokussiert.

Nach der Komplettübernahme des brasilianischen Mobilfunkgeschäftes Vivo sei die Akquisitionsphase des Unternehmens nunmehr abgeschlossen. In Lateinamerika liefere Vivo sehr gute Margen im Bereich von über 30%. Die zwischenzeitliche Margenschwäche beim brasilianischen Festnetzgeschäft Telesp sollte durch den geplanten Zusammenschluss mit Vivo wieder behoben werden.


Ein Risiko würden die Währungsentwicklungen in Venezuela und Argentinien darstellen. Eine erneute Abwertung der dortigen Währungen könnte die Ergebnisziele von Telefónica in Gefahr bringen. Wichtiger für die weitere Geschäftsentwicklung sei aber das künftige Makrobild in Spanien selbst. Das Land leide unter der höchsten Arbeitslosigkeit in der gesamten EU (21%). Hinzu komme der hoch defizitäre spanische Staatshaushalt, welcher sehr wahrscheinlich auch durch die Erhöhung von Unternehmenssteuern konsolidiert werden müsse.

Telefónica habe im zweiten Quartal 2011 einen Umsatz in Höhe von 15,45 Mrd. Euro (+2,2% ggü. Vorjahr) erzielt, welcher die Konsensschätzung (15,7 Mrd. Euro) jedoch nicht habe erreichen können. Der operative Gewinn habe 5,73 Mrd. Euro (-1% ggü. Vorjahr) betragen und habe die durchschnittliche Marktschätzung von 5,88 Mrd. Euro ebenfalls verfehlt. Auf der Ebene des Nettogewinns (-27,4% auf 1,54 Mrd. Euro) habe eine Wertberichtigung in Höhe von 353 Mio. Euro auf die Beteiligung an Telecom Italia (ISIN IT0003497168 / WKN 120470) belastet. Bei regionaler Betrachtung zeige sich eine deutliche Schwäche im Heimatmarkt Spanien und in Mexiko während das Geschäft in Brasilien im zweiten Quartal sehr gut habe abschneiden können. Die Jahresprognose sei bestätigt worden und siehe ein Umsatzwachstum von bis zu 2%.

Der Heimatmarkt Spanien befinde sich weiterhin in einer schwierigen Verfassung und belaste das Ergebnis. Die angekündigte Dividende für 2012 mache rund 97% des gesamten Ergebnisses aus. Eine so hohe Ausschüttungsquote belaste jedoch nachhaltig die Investitionstätigkeit und behindere den Abbau der Verschuldung. Eine Kürzung der Dividende sei also durchaus denkbar, zumal der cash-flow von Telefónica durch Steuererhöhungen zusätzlich belastet werden könnte. Das schnell wachsende Brasilien-Geschäft werde diese Problematik nicht lösen können, zumal auch in Südamerika in einigen Ländern Wertberichtigungen drohen würden (Argentinien & Venezuela).

Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank würden aktuell mit einer schwächeren Performance rechnen und stufen die Aktie der Telefónica von "halten" auf "reduzieren" herab. (Analyse vom 29.09.2011) (29.09.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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