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Royal Dutch kaufen 10.11.1999
Hamburgische LB
Die internationalen Rohölpreise hätten sich seit ihrem Tief im Dezember vergangenen Jahres deutlich erholen können, berichten die Analysten der Hamburgischen Landesbank.
Während das Brentöl noch am Ende des vergangenen Jahres unter 10 USD je Barrel notierte, habe sich der Preis bis September in der Spitze auf über 23 USD erholt. Seitdem habe er sich bei knapp über 20 USD festgesetzt. Diese schnelle Erholung sei in erster Linie auf die strenge Disziplin der OPEC-Länder bei der Einhaltung ihrer verringerten Förderquoten zurückzuführen, auf die sich die Mitglieder im Frühjahr geeinigt hatten. Insbesondere diese Disziplin sei im Vorwege immer wieder angezweifelt worden. Ob sich der Ölpreis auf dem jetzigen Niveau längerfristig stabilisieren könne, hänge wiederum im wesentlichen davon ab, wie lange die vereinbarten Förderquoten des Kartells eingehalten würden. Mit dem Ölpreises steige sicher in manchen Förderländern die Verlockung, durch eine Produktionserhöhung die oft dringend benötigten Deviseneinnahmen zu steigern. Hinzu komme, dass der Ölpreis eine nicht zu unterschätzende politische Dimension habe. Das gelte auch für Ölförderländer, die der OPEC nicht angeschlossen seien. Fraglich bleibe insbesondere das Verhalten der kartellungebundenen Produzenten Mexiko, Norwegen und Rußland. Gleichwohl dürfte nicht nur das Kartell daran interessiert sein, das derzeitige Ölpreisniveau von etwa 20 USD zu halten. Denn bei einer Ausweitung des Angebots, würde man zwar kurzfristige Vorteile erringen, längerfristig – so die Erfahrung – aber erhebliche Risiken eingehen. Und wenn die Nachfrage infolge der Belebung der Weltkonjunktur deutlich steigen sollte, werde eine Angebotsausweitung auf breiter Front möglich. Bereits im nächsten Jahr solle der Weltölverbrauch laut Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) deutlich zunehmen. Der Verbrauch für 1999 werde auf 75,3 Mio. Barrel pro Tag geschätzt. Für 2000 würden 77,1 Mio. erwartet. Die vor allem durch die Wirtschaftskrise in Asien verursachte Stagnation des Verbrauchs scheine damit vorüber zu sein. Nicht nur das sichtbare Anziehen der Konjunktur in dieser Region werde für eine stärkere Ölnachfrage sorgen, sondern auch die Belebung der Wirtschaft in Europa. Aktuell stehe in den Industrieländern die kältere Jahreszeit unmittelbar bevor. Andererseits dürften die noch immer hohen Lagerbestände ausgleichend wirken. Bis zum Frühjahr 2000 rechnen die Analysten deshalb beim Ölpreis lediglich mit einer Seitwärtsbewegung zwischen 20 und 24 USD.
Der niedrige Ölpreis der letzten Jahre habe den großen Ölkonzernen ihren notwendigen Restrukturierungsbedarf aufgezeigt. Der Margendruck habe zu umfangreichen strukturellen Veränderungen gezwungen. Das Übergewichten des Energiesektors habe sich ausgezahlt. Die von den Analysten favorisierten Titel hätten seit Anfang des Jahres deutliche Kurszuwächse verzeichnen können. Bei Royal Dutch und BP Amoco sehen die Experten noch Kurspotential. Die Ratings für Elf Aquitaine und ENI haben die Analysten auf market perform belassen.
Die Royal Dutch-Aktie (WKN 907505) habe seit Jahresbeginn durch eine hervorragende Performance auf sich aufmerksam gemacht. Neben dem Ölpreisanstieg zahlten sich für Royal Dutch jetzt die ergriffenen Restrukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen aus, wie die guten Ergebnisse für das 2. und 3. Quartal 1999 bereits belegt hätten. Die Belebung der Weltkonjunktur in Asien werde zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung für 1999 beitragen. Beim geplanten Verkauf von 40% seiner Chemieaktivitäten sei Royal Dutch ebenfalls vorangekommen. Diese und noch folgende Veräußerungen würden wahrscheinlich noch in diesem Jahr zu stattlichen Buchgewinnen führen. Der Ausblick für den Ölkonzern sei ungebrochen positiv. Infolge der Restrukturierung erwarten die in den nächsten Jahren deutliche Rentabilitätsverbesserungen. Die langfristigen Strukturveränderungen vom Öl- zum Energiekonzern u.a. durch den Einstieg in alternative Energien sollte das Ergebniswachstum nachhaltig stärken, heißt es. Zudem könne Royal Dutch auf die Erteilung von Ölförderlizenzen im Nahen Osten hoffen. Das Rating laute unverändert market outperform bei einem Kursziel von 64 EUR.
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