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IMMOFINANZ Q2-Zahlen stark über Erwartungen


23.12.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Martina Valenta, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie von IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064) mit dem Rating "kaufen" ein.

Die Analysten würden nach den Q2-Zahlen das Kursziel von EUR 3,50 auf EUR 3,20 senken. Die Q2-Zahlen hätten stark über ihren Erwartungen gelegen. Positiv hervorzuheben seien das stärkere Verkaufs- und Entwicklungsergebnis sowie geringere Immobilienaufwendungen. Die größte Abweichung habe jedoch unbare Wechselkursaufwertungen aus dem gestiegenen Euro vs. Ostwährungen und Immobilienaufwertungen (Russland, Polen) betroffen. Die unbaren Wechselkurseffekte würden leider eine starke Volatilität in die GuV bringen. Nach einem negativen Nettoeffekt von EUR 42 Mio. in Q1 sei die GuV im 2. Quartal mit netto EUR 116 Mio. nach oben gezogen worden. In Summe hätten die Erlöse aus dem Assetmanagement (Vermietungsgeschäft) leicht gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden können.

Das Verkaufsergebnis habe von Aufwertungen aus Immobilienverkäufen profitiert, die in Q3 finalisiert würden. Das Entwicklungsergebnis sei auch dank Aufwertungen aus fertiggestellten Projekten gestiegen. Insgesamt habe so das operative Ergebnis im Jahresabstand um 130% auf EUR 171 Mio. gesteigert werden können. Die zuvor erwähnten unbaren Wechselkurseffekte hättten den Quartalsüberschuss dann auf EUR 233 Mio. in die Höhe geschraubt.


Beim Ausblick habe sich das Unternehmen im aktuellen Umfeld bedeckt gegeben, erwarte jedoch eine weiterhin stabile Entwicklung in seinen Märkten. Positive Nachricht für die Aktionäre sei, dass die für heuer geplante Dividende von EUR 0,15/Aktie bereits zum Halbjahr cashmäßig verdient worden sei. Aussagen von CEO Zehetner zufolge werde diese für österreichische Privatanleger abermals steuerfrei sein, sodass man sich über eine Netto-Dividendenrendite von 6,5% freuen könne. Nach Wegfall des Dividendenkaisers Telekom Austria (ISIN AT0000720008 / WKN 588811) rücke die IMMOFINANZ damit nach der Österreichischen Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) auf Platz 2 vor.

Der Abschlag zum Q2-NAV von EUR 5,47 betrage mehr als 55%, die Dividendenrendite belaufe sich auf 6,5% (netto für österreichische Privatanleger) und sei für heuer cashmäßig bereits zum Halbjahr verdient. Trotz der fundamental attraktiven Bewertung werde der Kursverlauf stärker von Entwicklungen auf den Finanzmärkten und der wirtschaftlichen Entwicklung der Ostmärkte getrieben werden.

Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktie und sehen die IMMOFINANZ unverändert als attraktivsten Wert unter den von ihnen gecoverten österreichischen Immos. (Analyse vom 23.12.2011) (23.12.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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