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France Télécom-Aktie: Attraktive Bewertung wird durch unterdurchschnittliches Wachstumsprofil relativiert 31.07.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Ute Haibach, Analystin von Sarasin Research, stuft die Aktie der France Télécom (ISIN FR0000133308 / WKN 906849) weiterhin mit dem Rating "neutral" ein.
Für 2012 stelle France Télécom einen operativen Cashflow von rund EUR 8 Mrd. in Aussicht, was einen Rückgang von 14% zum Vorjahr bedeute. Zudem sei das mittelfristige Ziel, ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von 2,0x zu erreichen. Ende 2011 habe diese Zahl 2,2x betragen und damit auf Sektorhöhe gelegen. Für 2013E werde im Konsens ein Netto-Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) von 105% erwartet, klar unterhalb des Sektorschnitts von 190%. Damit würden die Analysten die Bilanz von France Télécom als relativ solide bezeichnen.
Künftig wolle France Télécom 40% bis 45% des operativen Cashflows als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Auf Basis des unternehmenseigenen Ausblicks (Sarasin Research: 42,5%) ergebe sich daraus eine Dividende von EUR 1,28 je Aktie für 2012E (Konsens: EUR 1,23). Zwar sei die Dividendendeckung von France Télécom mit 200% für 2013E klar überdurchschnittlich (Sektor 154%). Gleichwohl würden die Analysten aufgrund des Ergebnisdrucks am Heimatmarkt, der Rigidität bei den Kostensenkungen und den erforderlichen Investitionen mit einer weiteren Dividendenkürzung auf rund EUR 1,00 je Aktie rechnen. Zudem werde France Télécom durch Änderungen bei der französischen Unternehmenssteuer und der Behandlung von Verlustvorträgen ab 2013 Abgaben von EUR 1,5 Mrd. p.a. Entrichten, die die Dividendenfähigkeit belasten würden.
Gegenüber der nachstehenden Vergleichsgruppe sehe die France Télécom-Aktie in allen Relationen unterbewertet aus, bei einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite. Auch die für 2013 erwartete Rendite des freien Cashflows (2013E: France Télécom 27% vs. Sektor 14%) lasse die Bewertung attraktiv aussehen. Der erste Blick täusche jedoch: Zum einen würden die Analysten wie beschrieben mit einer Reduktion der Dividendenzahlung rechnen. Zum anderen würden ein klar unterdurchschnittliches Wachstumsprofil (Umsatz 2012/13E: France Télécom -1,9% vs. Sektorschnitt +0,1% und EPS 2012/13E: France Télécom -5,3% vs. Sektorschnitt +2,5%) sowie eine unterdurchschnittliche EBITDA-Marge (2013E: France Télécom 31,7% vs. Sektorschnitt 34,2%) den bestehenden Bewertungsabschlag rechtfertigen.
Durch den Markteintritt von Iliad (ISIN FR0004035913 / WKN A0BLZB) habe sich der Wettbewerb im heimischen Mobilfunkmarkt verschärft. Zwar habe France Télécom bereits die Preise gesenkt, bis dies jedoch in den Unternehmensergebnissen sichtbar und damit der Einfluss auf das EBITDA greifbar werde, dauere es noch. Zu diesem Unsicherheitsfaktor komme das weiter rückläufige französische Festnetzgeschäft hinzu. Gleichzeitig habe France Télécom nur sehr limitierte Möglichkeiten die Kosten zu senken, um dem Margendruck entgegenzuwirken. Und das internationale Geschäft sei zu klein, um die Rückgänge am Heimatmarkt zumindest zu kompensieren.
Hingegen sei die Bilanz von France Télécom im Industrievergleich solide, auch wenn sich die Verschuldung über der selbst gesteckten Marke befinde. Die Analysten würden daher mit einer Dividendenkürzung rechnen. Wenn die Kürzung im erwarteten Umfang erfolge, sei die Dividendenrendite mit knapp 9% immer noch sehr attraktiv. Dabei sei die Deckung durch die freien Cashflows im Vergleich zum Sektor überdurchschnittlich hoch. Die Bewertung sei tief und reflektiere die genannten Probleme bereits.
Im Hinblick auf das im Sektorvergleich unterdurchschnittliche Wachstumsprofil und die unterdurchschnittliche EBITDA-Marge bestätigen die Analysten von Sarasin Research jedoch ihre "neutral"-Einstufung für die France Télécom-Aktie. (Analyse vom 27.07.2012) (31.07.2012/ac/a/a)
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