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ASML "outperform" 30.09.2002
BHF-BANK
Die Analysten der BHF-Bank empfehlen die Aktien von ASML (WKN 894248) mit "outperform".
ASML habe im ersten Halbjahr 2002 noch einen Umsatzrückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 19% hinnehmen müssen und damit die Erwartungen nicht ganz erreicht. Während der Absatz und Umsatz mit Lithographiemaschinen den Erwartungen voll entsprochen habe, habe die Sparte "Track- and Thermal" (6% Umsatzanteil) enttäuscht, die fast um die Hälfte hinter den Projektionen zurückgeblieben sei. Durch die Umsatzverfehlung sei auch das operative Ergebnis mit -123 Mio. EUR deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, auch der Verlust pro Aktie sei daher mit -0,21 EUR größer als prognostiziert.
Diese enttäuschenden Zahlen seien jedoch durch einen deutlich über allen Erwartungen liegenden Auftragseingang und Auftragsbestand überkompensiert worden, so dass die ASML-Aktie zunächst positiv auf das Zahlenwerk reagiert habe. Der Netto-Auftragseingang im ersten Halbjahr habe sich auf 116 Lithographiemaschinen belaufen, der Auftragsbestand habe sich damit auf 160 Systeme mit einem Gesamtwert von 1,57 Mrd. EUR erhöht. Besonders stark hätten sich hierbei die Orders aus Asien von den führenden "Foundries" (Chip-Auftragshersteller, TSMC und UMC) und DRAM-Hersteller entwickelt. ASML habe damit die Projektion für die Auslieferungen des zweiten Halbjahres 2002 auf ca. 100 Systeme erhöhen können.
Damit sollte in diesem Zeitraum auch ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden, das den Verlust des ersten Halbjahres teilweise ausgleichen werde. Für das Jahr 2003 hätten sich zuletzt die Aussichten dagegen wieder eingetrübt. Aufgrund fehlender Endnachfrage in wesentlichen Technologiemärkten (PCs, Telekommunikation, Industrie) würden Halbleiterhersteller weiter mit Preisdruck und Überkapazitäten kämpfen, so dass in den letzten Wochen Investitionspläne reduziert worden seien. Applied Materials habe dies im Auftragseingang bereits zu spüren bekommen. Bei der BHF-Bank rechne man nicht damit, dass ASML sich diesem Trend entziehen könne.
Besonders schwach habe sich zuletzt der Markt für PCs entwickelt, der die normale, saisonale Erholung nur schwach erfahren habe. Da annähernd 45% des gesamten Halbleiterverbrauchs von der PC-/Computer-Industrie bestritten würden (Prozessoren, DRAMs) befinde sich damit ein sehr wesentlicher Absatzmarkt noch im Abschwung. Dennoch erwarten die Analysten der BHF-Bank, dass eine im Jahr 2003 einsetzende konjunkturelle Erholung die Nachfrage nach Halbleitern insgesamt wieder steigern werde und dies auch bei den Ausrüstungsherstellern wie ASML zu einer neuen Belebung der Nachfrage führe. Die genannten Nachrichten hätten aber in den letzten Wochen den Kurs der ASML-Aktie sehr viel stärker unter Druck gesetzt als es die Analysten der BHF-Bank für gerechtfertigt halten. Zwar werde es noch einige Zeit dauern, bis wieder Zeichen einer verbesserten Auftragslage gemeldet werden könnten, doch halte man das jetzige Kursniveau für eine Übertreibung.
Daher raten die Analysten der BHF-Bank längerfristig orientierten Anlegern weiter, die ASML-Aktie zu kaufen und halten an der "Outperformer"-Einschätzung fest.
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