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DSM Outperformer


22.11.2002
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von DSM (WKN 876300) weiterhin mit Outperformer ein.

DSM habe im 3. Quartal den operativen Gewinn (EBIT) bei einem unveränderten Umsatz von 1,4 Milliarden um 8 Prozent auf 104 Millionen Euro steigern können. Stabil sei das Geschäft im Bereich Life Science verlaufen, die verbesserte Entwicklung bei Antibiotika sowie DSM-Pharma habe andere schwache Bereiche ausgleichen können. Ebenso zufriedenstellend habe sich der Bereich Performance Materials entwickelt (Hochleistungskunststoffe). Besser als erwartet sei die Entwicklung in der Industriechemie gewesen. Insgesamt habe die Marge aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 7,1 Prozent im 2. Quartal auf 7,5 Prozent im 3. Quartal erhöht werden können.


Nach dem Verkauf der Petrochemie übernehme DSM für 2,25 Milliarden Euro die Feinchemie- und Vitaminsparte von Roche und komme damit einen weiteren großen Schritt innerhalb der Strategie zum Spezialitäten-/Feinchemiehersteller voran. DSM erwarte im Vergleich zum Vorjahr für das 4. Quartal ein signifikant höheres Ergebnis. Auch das Gesamtjahr 2002 solle trotz der konjunkturellen Unsicherheit um 10 bis 20 Prozent besser als das Vorjahr abschneiden. Ein weiteres Gewinnwachstum in 2003 werde über Volumenzuwachs sowie die Steigerung der Kapazitätsauslastung der Bereiche Performance Materials und Industriechemie angestrebt, der Gewinn der beiden Bereiche habe schon seit Anfang des Jahres die Erwartungen übertreffen können. Nach der Roche-Transaktion dürfte DSM noch über 1,1 Milliarden Euro an Netto-Cash verfügen, von einer weiteren Akquisition in Höhe von 1 bis 1,5 Milliarden zur Stärkung des Bereiches Performance Materials könne ausgegangen werden.

Als Risiken erwiesen sich künftige evtl. zu teure Akquisitionen, ein weiterer globaler Wirtschaftsrückgang sowie höhere Rohmaterialkosten. Zudem verweise man auf die sich in letzter Zeit verschärfenden Zulassungsbedingungen für Medikamente seitens der amerikanischen FDA, die die Einführung neuer Präparate kostspieliger und zeitaufwendiger machen würden. Im Bereich der Pensionsrückstellungen bestehe eine Überkapitalisierung von 15 bis 20 Prozent, daher seien keine Aufwendungen zu erwarten. Trotz der bisherigen Outperformance von Markt und Sektor würden die Analysten DSM weiterhin als attraktiven und soliden Wert im Chemiebereich erachten. Die Transformation zum Anbieter von Spezialitäten- und Feinchemie habe sich bisher ausgezahlt.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse behalten daher ihre Einschätzung als Outperformer, für die DSM-Aktie, bei und setzen das Stop-Loss bei 35,00 Euro.




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