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Voest-Alpine neutral


09.12.2002
Erste Bank

Die Analysten von Erste Bank stufen die Aktie von Voest-Alpine (WKN 897200) unverändert mit "neutral" ein.

Die Halbjahreszahlen 02/03 seien von den laufenden Akquisitionen maßgeblich beeinflusst gewesen und hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Bei einem um 22% auf 2.010 Mio. EUR gesteigerten Umsatz sei ein um 4,1% auf 90,6 Mio. EUR verbessertes EBIT erwirtschaftet worden. Verantwortlich für den Ertragszuwachs zeige sich - neben den Beiträgen durch die getätigten Akquisitionen - der letzte Stahlpreisanstieg. Zum wiederholten Male sei das Finanzergebnis durch den Kursverlust der VA Tech belastet worden. Die höhere Verschuldung - bedingt durch die intensive Akquisitionstätigkeit der letzten Zeit - begründe den Anstieg auf 36,7 Mio. EUR nach 31,3 Mio. EUR in den Zinszahlungen.


Der Periodenüberschuss sei um 31,9 % auf 12 Mio. EUR gestiegen. Im Bereich "Stahl" habe der Umsatz um 5,7% auf 1.045 Mio. EUR erhöht werden können, wobei sich jedoch das EBIT von 57,5 Mio. EUR auf 42,5 Mio. EUR verschlechtert habe und die EBIT-Marge von 5,8% auf 4,1% zurückgegangen sei. Der Anstieg im Stahlpreis habe sich im ersten Halbjahr aufgrund der langfristigen Vertragsvereinbarungen nur teilweise auf den Ertrag durchgeschlagen, lasse jedoch eine Verbesserung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres erwarten. Das Management erwarte für den Bereich einen Gesamtjahresumsatz von 2 Mrd. EUR und eine EBIT-Marge von 5,5%. Im Bereich "Bahnsysteme" sei durch die Übernahme der Thyssen Schienentechnik (TST) und von Railpro ein Umsatzanstieg um 25,5% auf 527,4 Mio. EUR möglich geworden.

Das EBIT sei um 29,4% auf 4,2 Mio. EUR gestiegen, wobei sich die EBIT-Marge mit 4,6% stabil gezeigt habe. Derzeit halte Voest-Alpine 75,5% an der VAE, wobei im 1. Quartal/03 die Übernahme zur Gänze erfolgen würden und im 3. Quartal-02/03 die Vollkonsolidierung abgeschlossen sein sollte. Im Bereich "Motion" sei der Umsatz - bedingt durch die Akquisition von Polynorm und Elmsteel - beinahe auf 340Mio. EUR vervierfacht worden. Im EBIT sei der turn-around gelungen, jedoch zeige sich - bedingt auch durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung in der Automobilindustrie - die EBIT-Marge unbeeindruckt. Die Integration der getätigten Akquisitionen sollte bis Ende 2003 (Turinauto, Matzner) bzw. Ende 2004 (Polynorm) abgeschlossen sein. Weitere Übernahmen seien vor 2003/04 nicht zu erwarten.

Der Ausblick für die Stahlwirtschaft zeige sich getrübt. Vor allem die Nachfrage zeige sich - nach dem Preisanstieg im 1. Quartal/02 und der Ankündigung einer weiteren Preiserhöhung im 3. Quartal/02 für einzelne Stahlprodukte - weiterhin fraglich, wobei vor allem die revidierten BIP-Prognosen zusätzlich für Unsicherheiten gesorgt hätten. Für das Gesamtjahr 2002/03 halte das Management an seiner Umsatzsteigerung von 20% bzw. seinem EBIT-Ziel von über 200 Mio. EUR fest. Die aktuelle Kursentwicklung der VA Tech veranlasse jedoch, die Gewinnschätzung für 02/03 von 2,25 EUR auf 2,05 EUR zu korrigieren. Das Geschäftsjahr 03/04 sollte von der letzten Preiserhöhung sowie den jüngsten Übernahmen weiter profitieren können, wobei jedoch die fortschreitenden Integrationen zusätzliche Kosten auslösen könnten. Die Gewinnschätzung je Aktie korrigiere man von 4,13 EUR auf 4,11 EUR. Aufgrund der Unsicherheiten in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Stahlbranche zeige sich derzeit kein Aufwärtspotenzial für Stahlaktien.

Die Analysten von Erste Bank behalten ihre "neutral"-Empfehlung für die Aktie von Voest-Alpine bei.




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