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Enel akkumulieren 11.11.2002
Nord LB
Bei Kursschwäche Aktien der Enel S.p.A. (WKN 928624) ordern. Dies ist die Empfehlung des Analysten Heino Hammann von der Norddeutschen Landesbank.
Enel habe im ersten Halbjahr 2002 einen leicht rückläufigen Umsatz von 14,757 Mrd. Euro erzielt. Aufgrund von außerordentlichen Erträgen sei der Nettogewinn um 41,3% auf 1,375 Mrd. Euro gestiegen. Operativ hätten sich die Ergebnisse im Jahresvergleich verschlechtert. Das operative Ergebnis (EBIT) sei um über 27% gesunken und der Gewinn von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe auch aufgrund gesunkener Stromtarife um fast 12% nachgegeben. Die Nettoverschuldung sei in den letzten Monaten wieder angestiegen. Sie liege jetzt bei 23,9 Mrd. Euro. Ausschlaggebend dafür sei die steigende Verschuldung bei der Telekom-Tochter Wind gewesen.
Der seit einigen Monaten amtierende Vorstandsvorsitzende Scaroni habe jüngst eine große Änderung in der Unternehmensstrategie bekannt gegeben. Der seit der Teilprivatisierung im Jahre 1999 eingeschlagene Kurs der Diversifikation solle beendet werden und eine Konzentration auf die Kernbereiche erfolgen. Der Fokus solle also in Zukunft auf der Strom- und Gaserzeugung, der Distribution und dem Verkauf liegen. Damit sollen die anderen Konzerntöchter veräußert werden.
Beschlossen worden sei nun bereits der Verkauf der Immobilientochter Real Estate, die über ein Vermögen von 2,6 Mrd. Euro verfüge. Der Ausstieg aus dem Telekom-Sektor (Wind) solle bis 2004 erfolgen. Bis dahin solle Wind noch mit Investitionen in Höhe von rund 1 Mrd. Euro unterstützt werden. Daher sei nun eine Kapitalerhöhung von Enel und France Telecom, den beiden Eigentümer von Wind, in Höhe von 235 Mio. Euro beschlossen worden. Vom Schatzministerium bestätigt worden sei nun auch, dass im nächsten Jahr die zweite Privatisierungsphase beginnen solle. Der Staat kontrolliere noch 68% des Konzerns, wolle die Beteiligung aber nicht unter 30% sinken lassen.
Das Researchteam der Nord LB rechne im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 28 Mrd. Euro sowie einem EBITDA von 3,9 Mrd. Euro. Nächstes Jahr sollen die Erlöse auf 28,4 Mrd. Euro steigen und das EBITDA bei 1,3 Mrd. Euro liegen.
Nicht zuletzt um im europäischen Kontext konkurrenzfähig zu bleiben, habe die neue Führung von Enel die Fokussierung auf die Kernbereiche Strom und Gas vorgenommen. Damit werde auch der Ausstieg aus dem Telekom-Makrkt signalisiert. Obwohl dieser Plan allgemein positiv aufgenommen worden sei, müsse den Investoren noch bewiesen werden, mit welcher Konsequenz die Planumsetzung verfolgt werde. Des weiteren werde zu beobachten sein, wie schnell ein notwendiger Personalabbau erfolge und andere Kosten eingespart würden.
Das Researchteam der Nord LB bleibt bezüglich der Aktien von Enel bei seinem Votum "akkumulieren".
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