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Put-Optionsschein auf Sony: Gewinnwarnung mit Ansage - Optionsscheineanalyse 25.09.2014
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Put-Optionsschein (ISIN DE000VZ547G2/ WKN VZ547G) von Vontobel auf die Sony-Aktie (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) vor.
Schock für die Sony-Aktionäre: Der japanische Elektronikhersteller rechne für das laufende Jahr mit einem drastisch höheren Verlust. Während das Management vor rund zwei Monaten noch ein Minus von rund 50 Mrd. JPY (360 Mio. EUR) prognostiziert habe, gehe es jetzt von einem fast fünfmal so hohen Verlust von 230 Mrd. JPY aus. Sony habe die drastische Gewinnwarnung mit einer Abschreibung auf den Bereich mobile Kommunikation begründet. Das bedeute im Klartext, dass die Japaner im Smartphone-Geschäft sinkende Einnahmen erwarten würden. Neben dem Weltmarktführer Samsung mache vor allem die Konkurrenz aus China dem Konzern das Leben schwer. Entsprechend müsse die Sparte in den Büchern angepasst werden.
Da sei aber noch nicht alles: Sony streiche zudem die Dividende zusammen. Nachdem Sony im vergangenen Jahr 12,50 JPY je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet habe, gebe es für das laufende und im März 2015 endende Geschäftsjahr gar nichts - erstmals in der mehr als 50-jährigen Börsengeschichte. Die Aktie habe prompt reagiert: Binnen kürzester Zeit sei der Titel mehr als 13 Prozent abgestraft worden.
Ganz überraschend komme die Hiobsbotschaft nicht: Schon im ersten Geschäftsquartal, das von April bis Juni gedauert habe, habe Sony im Geschäft mit mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets einen operativen Verlust von 2,7 Mrd. JPY hinnehmen müssen. Die Prognose für den Smartphone-Absatz im laufenden Geschäftsjahr habe Sony von 50 auf 43 Mio. Geräte gesenkt.
Nun wolle der Konzern gegensteuern, indem er sich künftig auf Luxus-Smartphones konzentrieren und die Auswahl an Modellen in der mittleren und unteren Preisklasse eindampfen werde. Ziel sei es nicht mehr, Marktanteile abzugreifen, sondern die Margen aufzubessern. Gleichzeitig möchten die Japaner 15 Prozent der Stellen in der Handysparte streichen. Eigentlich habe der Konzern das Geschäft weiter ausbauen wollen.
Im Zuge des jüngsten Kurseinbruchs habe die Sony-Aktie die Kursgewinne der vergangenen Wochen zunichte gemacht. Charttechnisch sehe es nun düster aus. Abgesehen von kurzen Gegenreaktionen, die jederzeit möglich seien, sei die Grundtendenz weiter klar nach unten gerichtet.
Vontobel biete als einziger Emittent eine Palette von Put-Optionsscheinen an, mit denen spekulative Anleger auf fallende Notierungen setzen könnten. Ein bis Juni 2015 laufendes Papier sei mit einem Basispreis von 2.025 JPY nicht allzu aggressiv ausgestaltet. Denn der Schein befinde sich aktuell bereits im Geld. (Ausgabe 38/2014) (25.09.2014/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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