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EVN seitwärts erwartet


17.01.2003
Erste Bank

Die Analysten der Erste Bank sehen die EVN-Aktie (WKN 878279) in einer Seitwärtsbewegung.

Im Poker um die zum Verkauf stehenden EVN-Anteile von Verbund und EAG sei eine erste Entscheidung gefallen: Am Abend vor der Hauptversammlung (Donnerstag, 16.1.) hätten Medien Statements des EStAG-Vorstandes gebracht, dass das steirische Unternehmen beabsichtige, das Verbund-Package (14,4% an der EVN) zu kaufen. Als Partner eines Syndikatsvertrages habe die EStAG genauso wie die EAG ein Vorkaufsrecht auf die Anteile des Verbundes. Zumindest 14,4% würden somit den Besitzer wechseln. Die Entscheidung über den ebenfalls zum Verkauf stehenden 6,4%-EVN-Anteil der EAG dürfte erst 2004 fallen, doch zeige sich die EStAG hier ebenfalls interessiert.

Die Vermutung, dass die französische EdF bzw. ihre "verlängerten Arme" EnBW bzw. EStAG (EdF halte an beiden Unternehmen wesentliche Beteiligungen) hinter den Kursanstiegen aufgrund teils auffälliger börslicher und außerbörslicher Zukäufe der letzen Monate stecken würden, scheine sich somit zu bewahrheiten. Laut Gerüchten stehe eine Börsemeldung der EnBW wegen Erreichen der 10% Hürde unmittelbar bevor.

Die Analysten der Erste Bank erwarten, dass der Aktienkurs der EVN auch weiterhin von den Veränderungen der Aktionärsstruktur in Richtung Deutschland/Frankreich geprägt sein wird und sehen daher - trotz deutlicher fundamentaler Überbewertung im Peer Group Vergleich - eher eine Seitwärtsbewegung denn ein Abwärtsrisiko.


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