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BWT "hold"


17.04.2003
Erste Bank

Analysten von Erste Bank stufen die Aktie der BWT AG (ISIN AT0000737705 / WKN 884042) weiterhin mit "hold" ein.

Bei den von BWT diese Woche veröffentlichten Geschäftszahlen für 2002 habe es keine Überraschungen gegeben. Bei einem um 2,7% verbesserten Umsatz von 431 Mio. Euro habe BWT einen Rückgang im EBIT von 6,8% auf 24,4 Mio. Euro hinnehmen müssen. Diese Entwicklung sei vor allem auf einen Ertragseinbruch im AST-Bereich (Industrie- und Kommunalgeschäft) infolge von Verlusten und Restrukturierungsaufwendungen bei der britischen Tochtergesellschaft Kennicott im dritten Quartal 2002 von 5,6 Mio. auf 0,2 Mio. Euro, zurückzuführen. Der Jahresüberschuss habe mit 15,2 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres gelegen.


In manchen Bereichen habe das Unternehmen eine erfreuliche Performance erzielen können. Im AET-Bereich (Trinkwasseraufbereitung für Privathäuser, Wohnanlagen und Gewerbe) sei der Umsatz ungeachtet der schwierigen Rahmen-Bedingungen insbesondere im Kernmarkt Deutschland von 246 Mio. in 2001 auf 258 Mio. Euro gestiegen. Die EBIT-Marge habe einen Anstieg von 9,3% auf 10,1% verzeichnet. Ebenso erfreulich die Entwicklung in den MOE-Ländern, in welchen ein Umsatzanstieg von 13 Mio. auf 39 Mio. Euro verzeichnet worden sei und die somit bereits einen Umsatzanteil von 9% ausmachen würden. Wenngleich der AST-Bereich infolge von Umsatzrückgängen in der Halbleiter- und Kraftwerksbranche gelitten habe, seien Zuwächse in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie erreicht worden. Eine starke Cashflow Entwicklung habe eine Verbesserung im Verschuldungsgrad von 100% auf 65% ermöglicht.

Für 2003 erwarte das Management einen Umsatz- und Ertragszuwachs, ohne jedoch konkrete Angaben zu machen. Viel werde weiterhin vom stark zyklischen AST-Bereich abhängen. Insbesondere die Entwicklungen in der Halbleiter- und Kraftwerksbranche seien ungewiss. Die Schweizer Tochtergesellschaft Christ berge mit einem Firmenwert von 33 Mio. Euro weiterhin ein hohes Risiko. Die Produkt-Pipeline erscheine kurzfristig wenig attraktiv. Im Bereich Brennstoffzelle (FCMT -Bereich) sei nach einem Rückfall in 2002 für 2003 mit einem nur moderaten Wachstum zu rechnen, nachdem die Technologie noch nicht marktreif erscheine.

Dieser Ausblick bestärkt die Analysten von Erste Bank in ihrer Empfehlung "hold" für die BWT-Aktie. Der Bewertungsabschlag von 40-50% gegenüber der Peer-Group spiegelt die vorsichtige Haltung der Investoren infolge der Unsicherheiten im AST-Bereich wider.




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