Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Oracle Aktie: KI-Kosten-Schock und doch Kaufempfehlung!


11.12.2025
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -

Oracle: Einstiegsmoment oder Warnsignal?



Oracle Corp. (ISIN: US68389X1054, WKN: 871460, Ticker-Symbol: ORC, NYSE-Symbol: ORCL) erlebt einen brutalen Tag an der Börse: Die Aktie stürzt an der NASDAQ um 13,6 % auf 193,00 USD ab, nachdem der Konzern mit seinen neuesten Zahlen die Nerven der Anleger kräftig strapaziert hat. Mitten in den Kursrutsch platzt die frische Oracle-Aktienanalyse von Stifel – und sie fällt deutlich, aber differenziert aus: Der Bankname Stifel senkt das Kursziel 275 USD von zuvor 350 USD, bestätigt aber gleichzeitig das Rating "buy" für Oracle. Verantwortlich für diese Neubewertung ist Stifel-Staranalyst Brad Reback. Seine Oracle-Aktienanalyse vom 11. Dezember 2025 liest sich wie eine Mischung aus kalter Dusche und klarer Einladung: Die Euphorie um künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur wird zurechtgestutzt – die grundlegende Investmentstory bleibt für Brad Reback und Stifel jedoch intakt.

Von 350 auf Kursziel 275 USD: Warum Stifel jetzt den Reset wagt



Noch im September hatte Stifel unter dem Banknamen Stifel das Kursziel für Oracle von 250 auf 350 USD angehoben und das Rating "buy" bekräftigt. Analyst Brad Reback lobte damals die aggressiven Cloud-Ziele, den Sprung bei Oracle Cloud Infrastructure und die starke KI-Nachfrage. Zuvor war es Stifel und Brad Reback gewesen, die Oracle im Sommer von "Hold" auf Rating "buy" hochgestuft und das Kursziel in einer viel beachteten Oracle-Aktienanalyse von 180 auf 250 USD angehoben hatten – mit der Begründung, die Cloud-Beschleunigung sei "nachhaltig" und die höheren Investitionen würden sich auszahlen. Jetzt folgt der Gegenpart: Kursziel 275 USD statt 350 USD, Rating "buy" unverändert. In der aktuellen Aktienanalyse schreibt Brad Reback laut einem Bericht von Investors Business Daily sinngemäß, der Kurssturz sei vor allem Ausdruck von "anhaltender Unsicherheit darüber, wie Oracle den Ausbau seiner Rechenzentren finanzieren will".

Wörtlich übersetzt hält Brad Reback in der Stifel-Analyse fest, die Oracle-Aktie falle "unter anderem wegen einer ‚anhaltenden Unsicherheit darüber, wie genau Oracle die Anforderungen für den Aufbau seiner Data-Center-Kapazitäten finanzieren wird‘". Gleichzeitig betont der Analyst in der Stifel-Aktienanalyse, das Management habe "seinen Wunsch bekräftigt, ein Investment-Grade-Rating zu behalten und zahlreiche Wege aufgezeigt, das Wachstum zu finanzieren, einschließlich der Möglichkeit, dass Kunden ihre eigenen Chips mitbringen". Mit anderen Worten: Brad Reback reduziert das Kursziel 275 USD, weil der Finanzierungsweg holpriger aussieht als zuvor angenommen – hält aber am grundsätzlichen Vertrauen in Oracle und am Rating "buy" fest.

Was den Markt so nervös macht – und wie Stifel das einordnet



Der Hintergrund des Ausverkaufs ist ein Zahlenwerk, das mehr Fragen als Antworten hinterlässt. Oracle meldet zwar ein Umsatzplus von rund 14 % auf 16,1 Mrd. USD, verfehlt damit aber knapp die Erwartungen der Wall Street. Das bereinigte Ergebnis je Aktie übertrifft zwar die Prognosen – begünstigt durch einen Sondergewinn von 2,7 Mrd. USD aus dem Verkauf der Ampere-Beteiligung – doch der freie Cashflow rutscht mit rund 10 Mrd. USD ins klare Minus.

Der Grund: Oracle dreht das Capex-Rad noch schneller. Der Konzern erhöht seine Investitionsplanung für KI- und Cloud-Rechenzentren auf 50 Mrd. USD im laufenden Jahr und bestätigt gleichzeitig ambitionierte Langfristziele für Umsatz und Backlog. Für viele Anleger ist das zu viel "AI-Wette" auf einmal: steigende Verschuldung, gewaltige Vorabinvestitionen, dazu Abhängigkeit von Großkunden wie OpenAI, Meta und Nvidia – und all das in einem Umfeld, in dem die Diskussion um eine mögliche KI-Blase gerade erst Fahrt aufnimmt. Brad Reback und Stifel teilen einen Teil dieser Sorgen und reagieren in ihrer Oracle-Aktienanalyse mit der deutlichen Senkung auf Kursziel 275 USD. Aber sie ziehen daraus nicht die Konsequenz, das Rating "buy" zu kassieren – im Gegenteil.

Die Stifel-Sicht: Warum Oracle trotz aller Risiken ein "buy" bleibt



In der neuen Oracle-Aktienanalyse von Stifel arbeitet Brad Reback drei zentrale Punkte heraus, die aus seiner Sicht für die Aktie sprechen – und erklären, warum das Rating "buy" trotz Kursziel 275 USD bleibt:

Erstens: Langfristige Cloud- und KI-Nachfrage

Oracle sitzt mitten im Zentrum des KI-Booms: Die Nachfrage nach OCI-Kapazitäten (Oracle Cloud Infrastructure) explodiert, der Auftragsbestand für Cloud-Projekte hat sich in den letzten Quartalen massiv erhöht. Bereits in früheren Stifel-Noten hatte Brad Reback argumentiert, dass die Cloud-Gewinne "zu einer Beschleunigung der gesamten Erlösentwicklung in den kommenden Jahren führen sollten". Auch jetzt hält Stifel diesen Kernpunkt aufrecht: Die aktuelle Oracle-Aktienanalyse geht davon aus, dass die Nachfrage nach KI-Rechenleistung strukturell hoch bleibt und Oracle als einer der wenigen Anbieter mit Multi-Cloud-Partnerschaften und eigener Infrastruktur aus dieser Entwicklung überproportional profitieren kann.

Zweitens: Management-Qualität und Kostenkontrolle

Bereits bei der Hochstufung auf Rating "buy" im Sommer hatte Brad Reback hervorgehoben, es gebe "keinen Zweifel daran, dass dieses Management extrem fähig ist, die Kosten zu steuern", selbst wenn hohe Capex-Ausgaben kurzfristig auf die Margen drückten. In der neuen Stifel-Aktienanalyse findet sich der gleiche Subtext: Oracle mag aggressiv investieren, aber das Team um Larry Ellison und Safra Catz habe in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass es in Phasen des Übergangs die Ausgaben schnell wieder einfangen könne, sobald die Infrastruktur steht und skaliert.

Drittens: Bewertung nach dem Absturz


Beim aktuellen Kurs von 193,00 USD ist Oracle weit von den Höchstständen und auch vom alten Stifel-Kursziel 350 USD entfernt. Selbst mit dem reduzierten Kursziel 275 USD signalisiert die Stifel-Aktienanalyse ein Kurspotenzial von rund 42 % – und das bei einem Titel, den Brad Reback klar als strukturellen Wachstumswert mit hoher Visibilität einstuft. Für Stifel ergibt sich daraus die klassische "verprügelter Qualitätswert"-Logik: Der Markt fokussiert sich im Moment einseitig auf Verschuldung, Capex und KI-Risiken, während der enorme Vertragspolster und die langfristigen Cloud-Deals in der Bewertung mehr und mehr in den Hintergrund rücken.

Die andere Seite der Medaille: Wo Brad Reback klar warnt



Die neue Oracle-Aktienanalyse von Stifel ist aber weit entfernt von rosaroter Brille. Brad Reback listet eine Reihe von Risiken auf, die erklären, warum die Bank das Kursziel 275 USD so deutlich von 350 USD nach unten nimmt:

Finanzierungsrisiko und Verschuldung

Der vielleicht wichtigste Punkt ist das, was Reback wörtlich als "anhaltende Unsicherheit" bei der Finanzierung des massiven Data-Center-Ausbaus bezeichnet. Oracle will sein Investment-Grade-Rating halten, gleichzeitig aber Dutzende Milliarden in Beton, Chips und Glasfaser stecken.
Für Stifel ist klar: Sollte sich die Nachfrage verzögern oder ein großer Kunde abspringen, könnte dieser Spagat die Bilanz stärker belasten als bisher vom Markt erwartet.

Abhängigkeit von wenigen KI-Ankern

Ein erheblicher Teil der KI-Fantasie bei Oracle hängt an Großkunden wie OpenAI sowie an Multi-Cloud-Kooperationen mit Hyperscalern. Schon frühere Stifel-Analysen hatten darauf hingewiesen, dass Oracle zwar eine starke Position im KI-Rennen hat, aber eben nicht allein im Feld unterwegs ist.

Sentiment-Risiko rund um die KI-Story

Brad Reback macht keinen Hehl daraus, dass die Oracle-Aktie in den vergangenen Monaten stark vom KI-Hype getragen wurde – und jetzt entsprechend hart korrigiert. In der Oracle-Aktienanalyse von Stifel wird deutlich, dass weitere Rückschläge nicht ausgeschlossen sind, wenn der Markt das Narrativ von "endloser KI-Nachfrage" erneut in Frage stellt.

Stifel vs. Marktstimmung: Wer hat beim Rating "buy" am Ende recht?



Im Analystenkonsens bleibt Oracle trotz des Einbruchs ein überwiegend positiv gesehener Wert: Mehrere Häuser halten an Kaufempfehlungen fest, wenn auch oft mit reduzierten Kurszielen. Die Stifel-Entscheidung, das Kursziel 275 USD festzulegen und das Rating "buy" in der Oracle-Aktienanalyse beizubehalten, fügt sich in dieses Bild ein – ist aber in ihrer Deutlichkeit bemerkenswert.

Brad Reback hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass er bereit ist, seine Sicht auf Oracle zu drehen – sowohl nach oben (Upgrade auf Rating "buy", Kursziele 250, 350 USD) als auch nach unten (Kürzung von 350 auf Kursziel 275 USD). Dass er jetzt – nach einem zweistelligen Tagesverlust – am Rating "buy" für Oracle festhält und die Aktie in seiner neuen Aktienanalyse von Stifel weiter als kaufenswert einstuft, ist ein Statement: Reback sieht eine übertriebene Panik, nicht den Beginn eines dauerhaften Niedergangs.

Für kurzfristig orientierte Trader kann die Aktie damit ein Hochrisiko-Spielball bleiben. Für langfristige Anleger signalisiert die Kombination aus Kursziel 275 USD, Rating "buy" und dem klaren Fokus von Brad Reback und Stifel auf die strukturelle Cloud- und KI-Story: Oracle bleibt ein Kandidat für das Langfrist-Depot – aber nur für diejenigen, die mit heftigen Schwankungen leben können.

Wenn Ihnen diese Oracle-Aktienanalyse gefallen hat, schicken Sie sie Ihren Freunden – und schreiben Sie dazu, Sie hätten "eine Aktie gefunden, die mehr Daten bewegt als deren gesamte WhatsApp-Gruppe an einem Wochenende". Mal sehen, wer zuerst lacht, wer zuerst nachdenkt – und wer heimlich den Broker öffnet.

Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 11. Dezember 2025

Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels. (11.12.2025/ac/a/a)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
26.03.2026, ZertifikateJournal
Discount Call auf Oracle: Spannende Ausgangslage - Optionsscheinenews
11.12.2025, Börse Stuttgart
Discount-Optionsschein auf Oracle: KI-Sparte enttäuscht, Investitionen steigen - Optionsscheinenews
29.09.2025, DZ BANK
Turbo Long auf Oracle: Wie der Konzern den KI-Boom für sich nutzt und Investoren überzeugt - Optionsscheineanalyse
19.06.2025, DZ BANK
Turbo Long auf Oracle: Cloudinfrastrukturwachstum soll sich auf 70% beschleunigen! Optionsscheineanalyse
19.06.2025, ZertifikateJournal
Oracle: Jetzt mit Turbo Long vom Cloud-Boom profitieren! Optionsscheinenews
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG