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Enel Underperformer 17.09.2003
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Enel (ISIN IT0003128367 / WKN 928624) unverändert mit "Underperformer" ein.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres habe der Umsatz gegenüber dem pro forma gerechneten Vorjahreszeitraum (berücksichtigt die zwischenzeitliche Ausgliederung von Eurogen und Interpower) um 4,3% auf 15,4 Mrd. Euro gesteigert werden können. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei überproportional von 3,7 auf 4,7 Mrd. Euro erhöht worden. Die Nettoverschuldung des Konzerns habe per 30.06. auf weiter hohem Niveau bei 24,6 Mrd. Euro nach 24,5 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2002 gelegen.
Der Vorstandsvorsitzende Paolo Scaroni habe den in 1999 eingeschlagenen Diversifikationskurs des Konzerns für beendet erklärt. Das Unternehmen wolle sich künftig auf Strom- und Gaserzeugung, Distribution und Verkauf fokussieren. Die Beteiligungen an den verbleibenden Konzerntöchtern aus dem Nichtkernbereich (u.a. Telekommunikation, Internet, Immobilien) sollten veräußert werden. Der Strategiewechsel sehe neben der Konzentration auf das Kerngeschäft auch eine verstärkte Internationalisierung des bisher vorwiegend auf dem italienischen Markt agierenden Konzerns vor. Da sich Enel vergleichsweise spät für den Strategiewechsel entschieden habe, seien den Expansionsplänen allerdings Grenzen gesetzt.
Enel habe von France Telecom deren restliche 26,6%-Anteile am Telekombetreiber Wind übernommen. Der Kaufpreis habe bei 1,33 Mrd. Euro gelegen. Der ursprünglich für 2003 vorgesehene Wind-Börsengang sei bis auf weiteres verschoben worden und sei zunächst nicht vor Ende 2004 zu erwarten.
Die 100%-Tochter Terna (Netzgesellschaft) solle bis zum nächsten Frühjahr zu mindestens 30% an der Börse platziert werden. Das IPO-Volumen liege bei geschätzten 1,2 Mrd. Euro. Noch vor dem Börsengang solle Terna mit dem staatlichen Netzbetreiber GRTN verschmelzen. Nach dem Börsengang sei die Fusion mit der ENI-Tochter Snam Rete Gas geplant. Mit den beschriebenen Maßnahmen würde Enel den staatlichen Vorgaben entsprechen, den Anteil an Terna bis 2006 auf 15 bis 20% zu reduzieren.
Trotz der zufriedenstellenden Halbjahreszahlen würden bei der Enel-Aktie nach Ansicht der Analysten die Risiken überwiegen: Die Aufstockung der Wind-Beteiligung erscheine den Analysten strategisch fragwürdig, da Enel weitere liquide Mittel in eine Geschäftssparte investiert habe, die mittelfristig zum Verkauf stehe. Das Bewertungsniveau der Aktie sei im Branchenvergleich außergewöhnlich hoch. Zudem seien auch zuletzt wieder Spekulationen über einen Teilverkauf der italienischen Staatsbeteiligung aufgekommen.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Enel daher weiter mit "Underperformer" ein.
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