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DSM kaufen


11.12.2002
ING BHF-BANK

Der Analyst Thomas Paschen von der ING BHF-BANK stuft die Aktie von DSM (WKN 876300) unverändert mit "kaufen" ein.

DSM habe auch im dritten Quartal überzeugen können. Bei konstanten Umsätzen aus den fortzuführenden Aktivitäten (ohne Petrochemie- und Energiesparte) in Höhe von 1,39 Mrd. EUR sei das Betriebsergebnis (EBITA) aus den fortzuführenden Aktivitäten um 6% auf 110 Mio. EUR gestiegen. Beeinträchtigt worden sei die Umsatzentwicklung durch negative Wechselkurseffekte von -4% (v.a. schwächere US-Dollar gegenüber dem Euro). Der Nettogewinn sei auf 88 Mio. EUR (Vorjahresquartal 101 Mio. EUR inkl. Petrochemie) zurückgegangen.


Das EBITA sei im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf 24 Mio. EUR zurückgegangen, habe aber gegenüber dem zweiten Quartal (15 Mio. EUR) deutlich gesteigert werden können. Trotz des soliden Ergebnisses hätten sich im dritten Quartal laut DSM die Bedingungen in den wichtigen Märkten nur wenig bis gar nicht verbessert. Auch für das vierte Quartal sehe DSM keine deutliche Verbesserung der Konjunktur und der Marktbedingungen. Dennoch seien die Prognosen bestätigt worden. Der führende Feinchemiekonzern erwarte auf vergleichbarer Basis im vierten Quartal (ca. 20%) und für das Gesamtjahr 2002 (ca. 10-20%) deutlich höhere Betriebsergebnisse.

DSM habe angesichts des schwierigen Marktumfeldes mit dem "neuen Portfolio" gute Arbeit geleistet. Hervorzuheben seien die im Vergleich zum Vorjahr insgesamt gesehen stabil gebliebenen Verkaufspreise. Dies sei ein Zeichen dafür, dass sich durch den Petrochemieverkauf die Qualität des Portfolios deutlich verbessert habe. Gerade vor dem Hintergrund des langsameren BIP-Wachstums trage die Konzentration auf die Herstellung von Pharmawirkstoffen, Nahrungsmittelzusätzen sowie Spezialkunststoffen erste Früchte.

Auch nach dem geplanten Kauf der Vitamin- und Feinchemiesparte von Roche (Abschluss erwarte im ersten Quartal 2003) für 2,25 Mrd. EUR stünden dem Konzern noch schätzungsweise 1 bis 1,5 Mrd. EUR für Akquisitionen zu Verfügung. Weitere (kleinere) Übernahmen im Bereich der Performance Materials seien wahrscheinlich. Allerdings habe DSM gezeigt das sie nicht bereit seien überteuerte Transaktionen durchzuführen. DSM werde weiterhin mit einem deutlichen Bewertungsabschlag gegenüber der europäischen Chemieindustrie von rund 15% gehandelt, der nicht gerechtfertigt sei.

Die Analysten der ING BHF-BANK empfehlen die DSM-Aktie weiterhin zum Kauf.




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