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Actelion interessant 09.12.2003
finanzen.net
Die Experten von "finanzen.net" halten die Aktie von Actelion (ISIN CH0010532478 / WKN 936767) für eines der interessantesten Biotech-Investments in Europa.
Das Schweizer Biotechnologieunternehmen Actelion habe am letzten Donnerstag eine Kooperation mit dem US-Pharmariesen Merck bekannt gegeben. Die beiden Firmen wollten in Zukunft bei Gefäßerkrankungen sowie bei Medikamenten gegen Bluthochdruck enger zusammenarbeiten. Eine Schlüsselrolle würden in diesem Zusammenhang Wirkstoffe zur Hemmung des Enzyms Renin spielen, das maßgeblich an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt sei.
Actelion erhalte von dem US-Konzern eine Anfangszahlung in Höhe von 10 Millionen USD. Sollten bestimmte Entwicklungsziele erreicht werden, würden später weitere Zahlungen von bis zu 262 Millionen USD fällig werden. Actelion werde außerdem 15 Prozent der Umsätze eines potentiellen Produktes erhalten sowie einen weiteren Anteil an möglichen Nachfolgepräparaten.
Die führenden Biotech-Analysten würden die Allianz durchweg positiv beurteilen. Durch die Unterstützung von Merck limitiere sich das Risiko für Actelion bei der Entwicklung eines geeigneten Renin-Hemmers deutlich. Die Entwicklung von Wirkstoffen dieser Medikamentengruppe sei in der Vergangenheit meist an einer schwachen biologischen Verfügbarkeit gescheitert, d.h. bisher sei es nicht gelungen, eine ausreichend große Menge des Wirkstoffs in das Blut zu bringen. Auch die Schweizer Novartis arbeite an einem Renin-Hemmer, der jedoch bereits im nächsten Jahr Phase III erreichen dürfte und damit den Forschungsaktivitäten von Actelion weit voraus sei.
Bisher hätten alle Analysten die Entwicklung des Schweizer Unternehmens unterschätzt und seien mit ihren Umsatz- und Gewinnprognosen der Realität hinterhergelaufen. Actelion werde bereits in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von knapp über 300 Millionen Schweizer Franken erreichen und mit etwa 30 Millionen CHF auch den ersten Gewinn nach Steuern verbuchen. Mit der Zulassung von Tracleer in weiteren Indikationen sowie einer potentiellen Markteinführung von Veletri könnte es den Schweizern gelingen, den eindrucksvollen Wachstumskurs beizubehalten.
Nach der überdurchschnittlichen Performance des Aktienkurses in den letzten Monaten sollten sich Investoren jedoch auch des hohen Risikos bewusst sein. Wenn die Zulassung von Veletri scheitere und Tracleer aufgrund einer Viagra-Zulassung Umsätze einbüße, wäre ein deutlicher Einbruch des Aktienkurses unvermeidlich. Entscheidend sei bei der Bewertung von Actelion nun nicht mehr die Entwicklung von Tracleer, sondern der Erfolg mit den Präparaten der Pipeline.
Aufgrund der überaus positiven Nachrichten in letzter Zeit hätten zahlreiche Analysten ihre Kursziele weiter heraufgesetzt. Doch selbst bei einem Aktienkurs von 150 CHF liege die Bewertung des Unternehmens noch im Bereich der amerikanischen Peers. Bei einem Kurs von 150 betrage das Kurzumsatzverhältnis KUV für das Jahr 2003 11,2 (zum Vergleich: Amgen (9), Genentech (13,2), Gilead (13,8)) und für das Jahr 2004 7,7 (Amgen (7,7) Gilead (9,9) und Genentech (10,9).
Die Aktie von Actelion bleibt weiterhin einer der interessantesten Wachstumswerte im europäischen Biotechsektor, so die Experten von "finanzen.net".
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