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Eybl-International Dorwngrade


05.02.2004
Raiffeisen Centrobank

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Aktie von Eybl-International (ISIN AT0000908157 / WKN 914117) auf "neutral" herab.

Eybl-International stemme sich weiterhin gegen den konjunkturellen Gegenwind in der europäischen Automobilindustrie. Die Zahlen in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2003/04 würden Umsatz- und Ergebnisrückgänge zeigen, jedoch habe Eybl-International die Profitabilität gemessen an der EBIT-Marge weiter steigern können. Eybl-International erwarte nun marktbedingt ein Erreichen des Umsatzes am unteren Ende der Bandbreite von 350 - 380 Mio. EUR.

Das EBIT-Margen Ziel von über 3% bleibe unverändert aufrecht. Die Automobilmärkte in den USA und Europa kämen zum Jahresanfang noch nicht recht in Schwung. Im Januar hätten die deutschen Autobauer starke Absatzrückgänge in den USA (verzeichnet BMW -21,7% yoy, Mercedes -6,8%, VW -28,7%, Audi -12,1%). Ein weiterhin starker Euro könnte mittelfristig die Wettbewerbsposition auf den Überseemärkten negativ beeinflussen. Im wichtigen Kernmarkt - Frankreich seien 2004 die Neuzulassungszahlen im Januar um 11,9% gefallen. Die Zahlen für Deutschland würden zur Monatsmitte publiziert.


Eybl-International habe einen Umsatz von 251,5 Mio. EUR erzielt (-18% yoy). Der Umsatzrückgang sei auf rückläufige Produktionszahlen in der europäischen Automobilindustrie und auf die per Jahresende 2002 erfolgte Portfoliobereinigung (Schließung der Überseestandorte, Aufgabe Geschäftsbereich Safety Textiles) zurückzuführen. Das EBIT sei um 10,8% auf 7,4 Mio. EUR gefallen. Die EBIT-Marge sei jedoch von 2,7% auf 2,9% gestiegen. Der Anstieg resultiere aus Produktivitätssteigerungen, Optimierungen im Prozessablauf und einem verbesserten Produkt-Mix. Im 3. Quartal habe Eybl-International dank kostenseitiger Einsparungsmaßnahmen bereits eine EBIT-Marge von 3,8% erzielt.

Für das Jahr 2004 werde mit einer leichten Erholung auf dem westeuropäischen Automobilmarkt gerechnet. Der VDA erwarte für Deutschland ein Zulassungsplus von ca. 3% auf 3,35 Mio. Einheiten und ein stabiles Produktionsvolumen von über 5 Mio. PKWs. Renault und PSA würden für Westeuropa ein mageres Wachstum von 1% bis 2% im Jahr 2004 erwarten. Fiat rechne ebenfalls nur mit einem Wachstum von 1% bis 1,5%. Eybl-International rechne nicht vor dem 2. Halbjahr 2004 mit einem stärkeren Anspringen der Automobilnachfrage.

Aufgrund der niedrigeren Umsatzerwartung würden die Analysten ihre Gewinnschätzungen reduzieren. Die Köst-Reform wirke um ca. 0,5 Mio. EUR p.a. gewinnerhöhend (EPS 2003/04e: von 2,54 EUR auf 2,32 EUR; EPS 2004/05e: von 3,38 EUR auf 3,09 EUR; EPS 2005/06e: von 4,86 EUR auf 4,32 EUR). Somit werde die Aktie mit einem KGV 2004e: von 6,3 bzw. einem EV/EBITDA von 4,9 und einem Kurs/Buchwert von 1,1 bewertet. Den Fair-Value der Aktie bestätige man mit 20 EUR.

Aufgrund des ausgereizten Kursspielraums und der sich noch nicht abzeichnenden Trendwende am europäischen Automobilmarkt stufen die Analysten der Raiffeisen Centrobank die Ebyl-International-Aktie von "kaufen" auf "neutral" zurück.




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