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JoWooD halten 13.08.2004
Erste Bank
Die Analysten der Erste Bank empfehlen die Aktie von JoWooD (ISIN AT0000747357 / WKN 935221) zu halten.
Die diese Woche veröffentlichten Halbjahreszahlen des Computerspieleherstellers JoWooD hätten deutlich unter den Erwartungen der Analysten sowie den Marktkonsensusschätzungen gelegen. Während der Umsatz von 7,3 Mio. EUR noch im Rahmen der Erwartungen gewesen sei (die Analysten hätten mit 7,6 Mio. EUR gerechnet), hätten sowohl EBIT (1 Mio. EUR versus der Schätzung der Analysten von 2,7 Mio. EUR) als auch Vorsteuergewinn klar enttäuscht.
Das EBIT enthalte einen positiven Einmaleffekt: eine Verzichtstangente von einem Debt-/Equity-Swap im Q2 von geschätzten 200.000 EUR. Das Finanzergebnis sei von einer Wertberichtigung eigener Aktien (257.000 EUR) sowie einer damit im Zusammenhang stehenden Rücklagendotierung von 192.000 EUR belastet worden.
Im Gegensatz zu den meisten anderen österreichischen Unternehmen könne JoWooD die wahrscheinlich notwendige Anpassung der aktivierten latenten Steuern aufgrund der KöSt-Änderung (ab 2005 von 34% auf 25%) noch nicht genau abschätzen und habe daher noch keine Abwertung vorgenommen. JoWooD habe 12 Mio. EUR aktivierte latente Steuern aus Verlustvorträgen in der Bilanz per 31.12.2003 ausgewiesen: eine Anpassung würde das Ergebnis gemäß der Schätzung der Analysten mit rund 3 Mio. EUR belasten.
Die Experten würden mit einer Anpassung im zweiten Halbjahr rechnen. Ergebnisseitig sei das zweite Halbjahr saisonal bedingt wesentlich besser zu erwarten. Die Schätzungen der Experten für 2004 hätten sie aufgrund der enttäuschenden Halbjahreszahlen nach unten revidiert und würden nun ein EBIT von 7,9 Mio. EUR sowie einen Jahresüberschuss von 3,4 Mio. EUR erwarten. Der Gewinn/Aktie betrage nun 0,12 EUR nach 0,14 EUR für 2004e und 0,34 EUR nach 0,40 EUR für 2005e.
Wenngleich es mittelfristig Anlass für vorsichtigen Optimismus gebe, so halte sich dieser für heuer aus Sicht der Experten jedenfalls in Grenzen: (1) sehe man auf Gesamtjahressicht selbst die reduzierten Schätzungen als herausfordernd und nicht einfach zu erreichen an und (2) bestehe nach wie vor eine Verunsicherung, in welchem Ausmaß der strategische Partner Fluent nun wirklich junge JoWooD-Aktien zeichnen werde (bisher 400.000 Stück von geplanten 4-8 Mio. bis Ende September).
Aufgrund der schwachen Zahlen und vorhandener Unsicherheiten bleibt trotz starkem Kursrückgang und zum Teil attraktiver Bewertung verglichen zur Peer Group die halten/high risk-Empfehlung für die JoWooD-Aktie aufrecht, so die Analysten der Erste Bank.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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