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EG Laufenburg übergewichten 15.12.2004
Zürcher Kantonalbank
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank bewerten die Aktie von EG Laufenburg (ISIN CH0003288229 / WKN 850971) mit "übergewichten".
Nachdem das 1. Halbjahr sowohl umsatz- (+54,7% auf CHF 1.641 Mio.) als auch ertragsmäßig (EBITDA +56.6% auf CHF 156,9 Mio., Reingewinn +54,6% auf CHF 129,1 Mio.) eine hohe Dynamik gezeigt habe, sei das 2. Semester enttäuschend ausgefallen. Es sei zwar zu erwarten gewesen, dass im Vergleich zum Vorjahressemester, welches durch den Hitzesommer 2003 positiv geprägt gewesen sei, ein schlechteres Ergebnis resultieren würde. Aber dass im 2. Semester nur noch ein EBITDA von CHF 67,1 Mio. und damit gegenüber dem 1. Semester ein Rückgang von fast 60% resultiert habe, sei doch überraschend. EG Laufenburg dürfte somit von der im Nachgang zum Blackout in Italien im Herbst eingeführten Reduktion der Stromlieferung nach Italien deutlich stärker betroffen worden sein als ursprünglich erwartet. Die Gesellschaft beziffere den dadurch entgangenen Gewinn auf Jahresbasis auf ca. CHF 18 Mio.
Weiter negativ ins Gewicht gefallen sei die Tatsache, dass die Preise in Nordeuropa im Jahresverlauf angestiegen seien. EG Laufenburg habe somit dort nicht mehr im gleichen Ausmaß günstigen Strom einkaufen und diesen im Hochpreisland Italien teuer verkaufen können. Der Spread (Bruttogewinn) zwischen dem Verkaufspreis (Rp/kWh) und den Bezugskosten sei denn auch über 30% gesunken. Einziger Lichtblick im 2. Halbjahr sei die operative Cashflowgenerierung gewesen. Nachdem diese im 1. Halbjahr mit CHF -10,8 Mio. noch zu gewissen Besorgnissen Anlass gegeben habe, habe sich der Mittelzufluss im Gesamtjahr auf CHF 62,9 Mio. (ZKB-S CHF 52 Mio.) verbessern können.
In Italien würden derzeit vier Baubewilligungen für Produktionskapazitäten vorliegen. Das schlechte 2. Halbjahr habe die teilweise fehlende Unterlegung des Handels mit Produktionskapazitäten aufgezeigt. Gegenüber den ursprünglichen Erwartungen scheine sich der Aufbau der Kapazitäten leicht zu verzögern. Die anfallenden Kosten würden dazu führen, dass die nächsten zwei Jahre aus Sicht der Analysten als Übergangsjahre bezeichnet werden müssten und keine große Gewinndynamik zu erwarten sei. Je länger es jedoch dauere, bis die Produktionsanlagen betriebsbereit seien, desto kleiner dürfte auf Grund der von den Analysten erwarteten Angleichung des Preisniveaus in Italien die zusätzlichen Erträge ausfallen. Nebst den Anlagen in Italien erwäge EG Laufenburg derzeit auch noch eine Anlage in Spanien und Aktivitäten im Windkraftbereich. Den Wertpapierexperten fehle derzeit etwas der klare Fokus in der Strategie und es bestehe das Risiko, sich zu verzetteln.
Nach der Outperformance seit der Analysten-Einstufung im März und einer tieferen Gewinndynamik als erwartet habe sich das Potenzial reduziert. Ein KGV-Vergleich mit anderen, strategisch besser positionierten Versorgern (z.B. Atel, BKW) zeige einen auf Grund der Risiken teilweise gerechtfertigten Abschlag. Andere von den Wertpapierexperten verwendete Bewertungsmodelle (Discounted Cashflow und Price-to-Book) würden jedoch noch Kurspotenzial anzeigen.
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die EG Laufenberg-Aktie daher aktuell noch mit "übergewichten“ ein.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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