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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 16,92 € |
17,00 € |
-0,080 € |
-0,47 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| GB0002374006 |
851247 |
- € |
- € |
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Diageo kaufen 23.12.2004
Aktienservice Research
Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien von Diageo (ISIN GB0002374006 / WKN 851247) zum Kauf.
Diageo wolle den kalifornischen Weinkonzern Chalone Wine Group für rund 260 Millionen Dollar bzw. 14,25 Dollar pro Aktie in bar übernehmen. Es bedürfe noch der Zustimmung der US-Wettbewerbsbehörde, welche für das erste Quartal 2005 vorgesehen sei. Dann solle auch die Transaktion abgeschlossen sein. Mit dem Kauf baue Diageo sein Sortiment weiter aus. Zum Portfolio habe bislang vor allem Hochprozentiges und Biere gehört. Die bekanntesten Marken seien dabei Johnnie Walker, Baileys, Gordons’s Gin, Smirnoff, Guinness und Kilkenny.
Das Ziel hinter der Übernahme sei klar. Der Konzern wolle sich auf eine breitere Basis stellen, um sich weniger abhängig von den Entwicklungen in einzelnen Segmenten zu machen und mehr Kunden anzusprechen. Denn die Geschäfte mit Schnaps und Bier würden derzeit nicht überall richtig rund laufen. So dürfte beispielsweise der Absatz von Bier in Europa weiter schwierig bleiben. Hinzu würden Belastungen durch die Einführung einer Sondersteuer auf die so genannten Alcopops in Deutschland kommen. Hier habe Diageo bereits Umsatzeinbußen verkraften müssen.
Trotz der angesprochenen Probleme sollte Diageo künftig dicke Gewinne einfahren. So wolle der Konzern in seinen Premiummarken weiter wachsen. Deren Marktposition solle daher ausgebaut und verstärkt werden. Zudem würden neue Märkte wie Afrika, Osteuropa und Asien, hier insbesondere China und Indien, Potenzial versprechen. Zudem dürfte sich der Absatz auf dem lateinamerikanischen Markt verbessern. Daneben seien konzernweit weitere Kosteneinsparungen vorgesehen.
Bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2003/04 (bis Ende Juni) hätten sich diese Faktoren positiv bemerkbar gemacht. Die Erlöse hätten sich um ein Prozent auf 8,89 Milliarden Britische Pfund (GBP) verbessert. Organisch habe das Wachstum sogar bei sechs Prozent gelegen. Dazu beigetragen habe eine Steigerung des Absatzes von vier Prozent. Bereinigt um einmalige Sonderfaktoren habe sich das operative Ergebnis auf 1,87 Milliarden GBP verbessert.
Der gemeldete Nachsteuer-Gewinn habe sich leicht um 1,6 Prozent auf 1,46 Milliarden GBP verringert. Rechne man Sonderfaktoren heraus, sei jedoch eine deutliche Steigerung erzielt worden. So würden im Vorjahr etwa 1,25 Milliarden GBP aus dem Verkauf von Beteiligungen stammen. Die Ergebnisse könnten sich also sehen lassen. Davon würden auch die Anteilseigner profitieren. Für das Geschäftsjahr 2003/04 habe die Gesellschaft 27,6 Pence je Aktie gezahlt. Ab 2006 wolle Diageo die Dividende jährlich um etwa fünf Prozent aufstocken.
Außerdem wolle der Konzern seine Bilanzstruktur aufpolieren. Im ersten Halbjahr 2004/05 habe das Unternehmen beispielsweise durch den Verkauf von 49,9 Millionen Aktien des amerikanischen Nahrungsmittel-Herstellers General Mills rund 2,26 Milliarden US-Dollar eingenommen. Nun habe Diageo noch rund 25 Millionen Aktien der Nummer zwei auf dem US-Markt im Portfolio. Sie dürften allerdings erst ab Oktober 2005 verkauft werden. Etwa die Hälfte der bereits eingenommen Mittel sollten zum Schuldenabbau eingesetzt werden. Die andere Hälfte sei für ein Aktienrückkauf-Programm vorgesehen. Dieses solle bis zum Juni 2005 abgeschlossen sein.
So halte "Aktienservice Research" die Probleme für lösbar und trotz eines schwächelnden Biermarktes in Europa und den Steuern auf Alcopops sollte Diageo weiter profitabel wachsen. Auch wenn die Steigerungen nicht exorbitant hoch sein dürften. Moderate Wachstumsraten beim Umsatz verbunden mit einer höheren Profitabilität seien jedoch wahrscheinlich. Ferner sollten die Aktionäre mit einer ordentlichen Ausschüttung am Unternehmens-Erfolg beteiligt werden. Daher könnte ein Engagement auf dem aktuellen Niveau Sinn machen.
Allerdings sollte dazu die Charttechnik als Timing-Instrument genutzt werden. So sei das Papier seit dem Hoch im Mai 2002 bei 15,40 Euro kontinuierlich gefallen. Im Bereich von 8,80 Euro habe die Aktie dann ihren Boden gefunden. Aktuell bei etwa 10,50 Euro notiert, habe die Aktie das Tief damit bereits ein gutes Stückchen hinter sich lassen können. Gleichzeitig habe sich ein Dreieck gebildet an dessen oberer Begrenzung der Kurs nun anstoße. Sie verlaufe etwa bei 10,80 Euro. Ein Überspringen dieser Marke wäre als technisches Kaufsignal zu werten.
Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von "Aktienservice Research" zu einem Engagement in die Aktien von Diageo. Der Stoppkurs sollte bei 9,70 Euro platziert werden.
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