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Hagemeyer Downgrade 04.12.2000
Deutsche Bank
Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Bewertung der holländischen Großhandelskette Hagemeyer (WKN 851254) von „Kaufen“ auf „Marktperformer abgestuft.
Am Freitag habe Hagemeyer bekanntgegeben, daß man die strategischen Möglichkeiten des Geschäftes von Tech Pacific in Australien überdenken wolle. Möglich seien entweder ein selbständiger Börsengang oder ein Verkauf dieses Geschäftszweiges.
Diese Ankündigung bedeute, daß Hagemeyer dem Markt signalisiere, daß alle Geschäftszweige, die nicht zum Kerngeschäft von Hagemeyer gehörten, prinzipiell zu haben seien. Dies sei an sich ein richtiger Schritt in Richtung einer stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft, was sich langfristig positiv auswirken solle. Gleichzeitig müsse man sagen, daß aus kurzfristiger Sicht alles eine Sache des Preises sei.
Tech Pazifik weise einen Umsatz von 1,5 Milliarden € und ein EBIT von 35 Mio. € aus, woraus sich ein Unternehmenswert von ca. 300 Mio. € ableite. Man gehe derzeit von einem Erlös von 310 Mio. € für Hagemeyer aus, wodurch sich die Zinsenbelastung um 21 Mio. € verringern würde, verglichen mit dem Gewinnentfall (EBIT) von 35 Mio. €. Das heißt, daß der jährliche Gewinn vor Steuern um 14 Mio. € sinken würde. Die Analysten gehen dabei von einer De-Konsolidierung der beiden Unternehmensteile mit Ende Juni aus.
Konsequenterweise reduziere man seitens der Deutschen Bank die Nettogewinn- Prognose für 2001 von 249,3 Mio. € auf 242,2 Mio. €, wodurch der Gewinn/Aktie 2,24 € statt 2,31 € betragen werde. Diese Prognose gehe von einem Wachstum des Bargewinns/Aktie um 8% und des Gewinns/Aktie um 5,4% aus.
Strategisch sei eine Konzentration von Hagemeyer auf den Großhandel mit Produkten für den Industrie- und Baumarkt die richtige Entscheidung. Robter Haar, der Vorstandsvorsitzende von Hagemeyer, habe eine klare Zukunftsvision beschrieben, wodurch das Unternehmen zum globalen Anbieter auf den von ihm bevorzugten Märkten werden solle. Es werde allerdings Jahre benötigen, bis sich der Erfolg dieser Strategie einstellen werde. Kurzfristig würden die Programme der Unternehmensbereinigung und Neuakquisition weder den Gewinn, noch den Wert des Unternehmens erhöhen.
Besonders die neuen Technologien seien immer noch eine Herausforderung für Hagemeyer, da die einzelnen Teilunternehmen bisher einen starke Autonomie und Unabhängigkeit genossen hätten. Aus diesem Grund sei das Unternehmen nicht ideal darauf vorbereitet, seinen Kunden E-Commerce-Lösungen anzubieten.
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