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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 270,94 $ |
273,44 $ |
-2,50 $ |
-0,91 % |
24.04/21:59 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US0378331005 |
865985 |
- $ |
- $ |
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Apple Computer verkaufen 11.12.2000
Aktienservice Research
Derzeit empfehlen die Analysten von Aktienservice Research die Aktien von Apple Computer (WKN 865985) zum Verkauf.
Apple werde eigenen Schätzungen zufolge im ersten Quartal, um Sondererträge bereinigt, voraussichtlich einen Netto-Verlust in Höhe von 225 bis 250 Millionen US-Dollar ausweisen müssen. Begründet werde diese Entwicklung mit einem marktkonformen Umsatzausfall von ca. 660 Millionen US-Dollar. In der Tat seien die PC-Absatzzahlen erheblich gesunken. Aufgrund dessen rechne Apple für das erste Quartal 2001 mit einem Umsatz von 1 Milliarde US-Dollar. Für das gesamte Jahr 2001 erwarte man einem Umsatz in Höhe von 6 bis 6,5 Milliarden US-Dollar. So hätten sich die Anleger von Apple besonders enttäuscht gezeigt, da das Unternehmen in den vergangenen Wochen bereits zum zweiten Mal die eigenen Prognosen nach unten revidieren habe müssen. Infolgedessen hätten viele US-Brokerhäuser weitere PC-Aktien heruntergestuft.
Im Rahmen der Verkündung der Gewinn- und Umsatzwarnung habe Apple allerdings einen positiven Ausblick auf das zweite Quartal gewährt, in dem man zu diesem Zeitpunkt wieder mit einer Rückkehr in die Gewinnzone rechne. Diese Erwartungshaltung von Apple erscheine Aktienservice Research zu ambitioniert und wenig realitätsnah, da man hierbei zwar die rückläufige PC-Nachfrage berücksichtigt habe, nicht jedoch die hohen Lagerbestände. Daraus resultierend, werde ein heftiger Preiskrieg mit der Konkurrenz ausbrechen, deren Nachhaltigkeit man im Hause Apple scheinbar unterschätze.
Darüber hinaus rechne Aktienservice Research angesichts der rückläufigen Wirtschaftswachstumsraten in den USA nicht mit einer stark steigenden Nachfrage im 2. Quartal. Aktienservice Research gehe vielmehr davon aus, dass sich die Nachfragedynamik frühestens im 4. Quartal 2001 merklich bessern werde. Insofern halte Aktienservice Research die eigenen Prognosen von Apple zu optimistisch. Mit einer Rückkehr in die Gewinnzone rechne Aktienservice Research ebenfalls frühestens gegen Ende 2001. Demzufolge sehe Aktienservice Research bis zu diesem Zeitpunkt keinen Handlungsbedarf und rate, ungeachtet des bereits ermäßigten Kursniveaus, zum Verkauf.
Ferner hätten die Mitbewerber in Apples favorisiertem Umsatzsegment Schulen und Bildungseinrichtungen maßgebliche Marktanteile hinzugewinnen können. So sehe Aktienservice Research in der Bildungssparte des Unternehmens hausgemachte Probleme, die sich bereits vor der allgemeinen Nachfrageabschwächung im PC-Sektor deutlich negativ bemerkbar gemacht hätten. So sei die Apple-Strategie, PC-Systeme forciert an Bildungseinrichtungen zu vertreiben, gründlich fehl geschlagen. Insbesondere Konkurrent Dell Computer habe Apple in diesem Kundensegment erhebliche Marktanteile abgejagt.
Ferner werde die Einführung des neuen Betriebssystems OS X nach Ansicht von Aktienservice Research negative Effekte nach sich ziehen. So erwarte Aktienservice Research, dass sich die hieraus resultierenden Mehraufwendungen bis weit ins kommende Jahr hineinziehen würden, was die Rückkehr in die Gewinnzone weiter in Frage stelle. So würden Entwickler in jedem Fall die Endversion von OS X benötigen, um die System-Kompatibilität überhaupt testen zu können.
In Anbetracht des insgesamt sehr negativen Szenarios repräsentiere Apple auf lange Sicht eine klassische Verkaufsposition. Anleger sollten sich demnach von dem Titel trennen oder eine partielle Umschichtung in Dell Computer erwägen, wobei Aktienservice Research aufgrund der negativen Marktstimmung empfehle, generell vom PC-Sektor zunächst Abstand zu nehmen.
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