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JoWood kaufen


30.01.2001
RZB Österreich

Die Analysten der österreichischen Raiffeisen Zentralbank haben eine umfangreiche Analyse des österreichischen Computerspiele-Erzeugers JoWood (WKN 935221) veröffentlicht und raten, Aktien des Unternehmens zu kaufen.

Das Unternehmen habe sich durch zahlreiche Veröffentlichung international etabliert und habe 1997 mit dem Spiel „IndustrieGigant“ den großen Durchbruch geschafft. Durch den weiteren Ausbau der Serien-Marke „Gigant“ (VerkehrsGigant, HotelGigant etv.) scheine eine Fortsetzung der Erfolge durchaus wahrscheinlich. Sehr gute Ergebnisse habe das Unternehmen auch mit den Spielen „Die Völker“, „Volltreffer“ und „Mayday“ erzielt. Derzeit beschäftige das Unternehmen 169 Mitarbeiter in Österreich und Deutschland. Weitere 150 Entwickler würden für JoWood auf Fremdauftragsbasis arbeiten.


Bereits heute habe eine Trendwende von elektronischen zu Online-Spielen eingesetzt. Die internetfähige Konsole werde wahrscheinlich den PC als bevorzugte Online-Plattform ablösen. Die Zuwächse im Bereich PC als Online-Plattform lägen bei 23,5%/Jahr (2001-2004), niedriger als bei der Plattform Konsole. Im Jahr 2004 werde die Anzahl der PC-Spieler bei mehr als 28 Mio. liegen, wobei Europa als Nachzügler noch größere Wachstumsraten verzeichnen werde. Die Anzahl der Konsolenspieler für 2004 werde mit 45 Mio. erwartet, wobei hier die durchschnittliche Wachstumsrate in Europa für die Jahre 2001-2004 bei 270%/Jahr! Erwartet werde.

JoWood habe im Konsolenbereich durch die Übernahme der in Frankfurt ansässigen Neon Software ein sehr erfolgreiches Entwicklerteam von 25 Mitarbeitern akquirieren können, wodurch die Konvertierung bestehender Spiele auf Konsolen beschleunigt werden solle. Auch in die „Online-Welt der Spiele“ habe sich JoWood durch Übernahme der Wing Simulation GmbH geebnet. Neben den Akquisitionen, zu denen auch das Entwicklungsstudio Massive Development gehöre, sei JoWood auch mehrere Kooperationen zur Ausweitung seiner Entwicklungskapazitäten eingegangen.

Der vorläufige Umsatz des Geschäftsjahres 2000 betrage 16,2 Mio. €, womit die Planzahlen deutlich übertroffen worden seien. Das vorläufige EBIT betrage 2,6 Mio. € und der vorläufige Jahresüberschuß 1,6 Mio. €, was in etwa den Erwartungen der Analysten entspreche. Für 2001 erwarten die Analysten einen markanten Umsatzsprung im Bereich Konsolen-Spiele, wobei mit dem Launch von ca. 8 Spielen gerechnet werde. Als Gesamtumsatz werde im Jahr 2001 mir 51,2 Mio. € gerechnet, was eine Steigerung von mehr als 200% sei. Trotz stark steigender Entwicklungskosten von rd. 16 neu zu erwartenden Spielen solle auch das EBIT um mehr als 130% auf 6,2 Mio. € gesteigert werden können, was allerdings die EBIT-Marge kurzfristig von 16,2% auf 11% zurückfallen lasse. Dies entspreche einem EBIT/Aktie von 1,05 €.

Aus Sicht der Analysten sei ein Kurs von 19 € (KGV 18) für die JoWood Aktie auf jeden Fall gerechtfertigt, was derzeit (Stand 25.1.) einer Steigerung von ca. 35 % entspreche. Auch gegenüber der Konkurrenz bestehe ein Aufholpotential von ca. 20%. Dem zufolge empfehlen die Analysten der RZB die Aktie von JoWood zum Kauf.




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