|
 |
 |
|
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 188,07 $ |
188,65 $ |
-0,58 $ |
-0,31 % |
24.04/22:10 |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US6174464486 |
885836 |
- $ |
- $ |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Morgan Stanley verkaufen 24.06.2005
Frankfurter Tagesdienst
Die Experten von "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen die Aktie der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley (ISIN US6174464486 / WKN 885836) zum Verkauf.
Morgan Stanley habe mit den veröffentlichten Quartalszahlen nicht glänzen können. Insbesondere wegen eines schwachen Handelsergebnisses sei der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 24% gesunken. Im Vergleich zum 1. Quartal habe sich das Minus sogar auf 34% belaufen. Einen derart deutlichen Gewinnrückgang habe die Investmentbank seit 20 Jahren nicht mehr hinnehmen müssen. Außerdem habe Morgan Stanley wegen eines Rechtsstreits mit dem italienischen Molkereikonzern Parmalat 140 Mio. USD zurückstellen müssen, was sich auf das Ergebnis entsprechend belastend ausgewirkt habe.
Schon in der vergangenen Woche habe Morgan Stanley einen Gewinnrückgang von bis zu 20% angekündigt, was zur Rücktrittsankündigung des CEOs Philip Pucell beigetragen habe. Nun sei der Gewinn noch deutlicher gefallen, als erwartet. Dennoch habe sich die Aktie mit einem Minus von 0,9% (50,52 USD) recht wacker halten können, denn zumindest bei den Erträgen habe man die Prognosen übertreffen können. Insgesamt jedoch ein schwacher Trost.
Mit den unerfreulichen Zahlen stehe Morgan Stanley nicht alleine da. Sämtliche Brokerhäuser würden sich über ein schwaches Geschäft im Aktien- und Anleihenbereich beschweren. Bei Morgan Stanley sei der Ertrag aus dem Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren um 28% zurückgegangen. Beim Investmentbanking habe man einen noch deutlicheren Dämpfer erlitten: Hier sei der Ertrag um 33% zurückgegangen.
Immerhin sei Morgan Stanley hinter Goldman Sachs die Nummer 2, was Börsengänge betreffe. Damit sei der deutliche Rückgang hier besonders schmerzhaft. Zudem habe Morgan Stanley im Bereich "Human Resources" ein immer größeres Problem. Nicht nur, dass der umstrittene CEO Purcell seinen Rücktritt bekannt gegeben habe (was viele wohl sogar als Pluspunkt sehen würden). Morgan Stanley habe auch zugeben müssen, dass insbesondere bei den Händlern eine höhere Abwanderung zu beobachten sei, als üblich. Der Kampf der großen Wall Street-Häuser um die talentiertesten Broker werde also mit immer härteren Bandagen geführt. Hier scheine Morgan Stanley derzeit zu den Verlierern zu gehören.
Die Experten von "Frankfurter Tagesdienst" raten die Aktie von Morgan Stanley zu verkaufen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|