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Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf Nikkei 225 - Japans Aktienmarkt in neuem Glanz - Optionsscheineanalyse 12.11.2025
Bank Vontobel Europe AG
München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist der Nikkei 225 Index (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Japan erlebe einen Moment, den viele Beobachter als historischen Wendepunkt bezeichnen würden. Nicht nur, weil das Land mit Sanae Takaichi erstmals in seiner Geschichte eine Frau an der politischen Spitze sehe, sondern auch, weil die Hoffnungen auf eine Neuauflage wirtschaftspolitischer Impulse die Aktienkurse in die Höhe treiben würden. Der Leitindex Nikkei 225 habe seit dem 1. September 2025 um über 15 Prozent zugelegt (per 04.11.2025). Anleger würden darauf setzen, dass eine neue japanische Regierung die Wirtschaft mit zusätzlichen Staatsausgaben stützen werde, gerade in strategisch wichtigen Bereichen.
Ein Land entdecke das Investieren
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten würden zudem wieder Vermögen von privaten japanischen Haushalten an die Börse fließen. Laut der Börsenbetreiberin Japan Exchange Group würden Haushalte nach ausländischen Investoren bereits die zweitgrößte Handelsgruppe am Aktienmarkt stellen und die Zahl der Aktionäre liege auf dem höchsten Stand seit den späten Achtzigern.
Japanische Privatanleger, die traditionell Sparkonten oder Festgeldanlagen bevorzugen würden, würden allmählich Aktien und Fonds als Instrumente zum langfristigen Vermögensaufbau entdecken. Ein wesentlicher Auslöser sei die Reform des NISA-Systems gewesen. Das NISA-System (Nippon Individual Savings Account) sei ein staatliches Förderprogramm, welches Privatanlegern erlaube, Erträge aus Aktien und Fonds innerhalb bestimmter Grenzen steuerfrei zu behalten. Seit der Überarbeitung Anfang 2024 seien die Anlagegrenzen erhöht worden und die zeitliche Befristung der Steuererleichterung sei aufgehoben worden. Die Zahl der Konten sei seither stark angestiegen und liege bei über 20 Millionen ("The Wall Street Journal", 10.10.2025).
Für viele Japaner werde allmählich deutlich: Wenn die Preise steigen würden, die Zinsen auf dem Sparkonto aber kaum nachziehen würden, verliere man an Kaufkraft. Investieren werde damit zunehmend notwendig. Viele japanische Unternehmen würden zudem neu oder verstärkt Vergünstigungen und Naturalrabatte für Aktionäre anbieten. Solche Geschenke würden zwar keine Dividende ersetzen, aber die Hemmschwelle für den ersten Schritt an die Börse senken.
Ein ansprechenderes Umfeld
Angesichts der hohen Bewertungen an den US-Börsen würden einige Anleger zudem nach Alternativen in anderen Regionen suchen. Während der US-Leitindex S&P 500 per Ende Oktober 2025 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV = Aktienkurs / Gewinn) von rund 28 gehandelt worden sei (Bloomberg, 31.10.2025), würden japanische Werte gemessen am breiteren Topix-Index weiterhin günstiger bewertet. Für den Topix liege das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen per 31.10.2025 im Bereich von rund 19 (Bloomberg, 31.10.2025).
Seit einigen Jahren bemühe sich Japan zudem darum, seine Unternehmenslandschaft aktionärsfreundlicher zu machen. Die Tokioter Börse versuche, Unternehmen zu ermutigen, ineffizientes Kapital besser einzusetzen und die Corporate Governance zu verbessern. Viele Konzerne würden traditionell auf üppigen Bargeldpolstern sitzen und Schulden fast grundsätzlich scheuen. Diese Zurückhaltung habe lange als Zeichen der Stabilität gegolten, aber aus Sicht internationaler Investoren bedeutet: viel gebundenes Kapital, wenig Rendite. Allmählich finde jedoch ein Umdenken statt. Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe hätten in den vergangenen Jahren zugenommen. Besonders stark sei der Anstieg der Rückkaufprogramme ausgefallen, die sich seit 2023 nahezu verdoppelt hätten (Daiwa Asset Management, 27.10.2025). Dennoch lägen die Ausschüttungsquoten im internationalen Vergleich weiterhin tief, da viele Konzerne nach wie vor hohe Bargeldreserven halten würden.
Steigende Zinsen als Schattenseite des Aufschwungs
Die Aufbruchstimmung an der Börse kontrastiere allerdings mit einer anderen Entwicklung: Die Renditen langlaufender japanischer Staatsanleihen seien Anfang Oktober 2025 auf selten gesehene Höhen angestiegen, da Investoren befürchten würden, dass ein zusätzlicher Fiskalstimulus über mehr Schulden finanziert werden müsse ("The Wall Street Journal", 06.10.2025). Parallel dazu habe sich der Japanische Yen seit Beginn des Oktobers abgeschwächt und sei gegenüber dem US-Dollar unter die Marke von 150 Yen pro US-Dollar gefallen. Eine Regierung, die mit höheren Ausgaben die Wirtschaft ankurbeln wolle, treffe somit auf eine Notenbank, die bei Leitzinserhöhungen zögere. Diese Kombination zusammen mit einem schwachen Yen könne die Exporteure stärken. Die Kehrseite dieser Entwicklungen sei jedoch nicht zu vernachlässigen. Sollte die expansive Fiskalpolitik der neuen Regierung auf einen anhaltenden Preisdruck treffen, könnten die Renditen am langen Ende des japanischen Anleihemarkts weiter steigen. Für ein Land mit einer Staatsverschuldung von über 200 Prozent des BIP könnte dies problematisch werden.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Turbo-Call-Optionsschein Open End (ISIN DE000VQ1L1J1/ WKN VQ1L1J) auf den Nikkei 225-Index. Der Basispreis und die Knock-Out Barriere befänden sich bei 25.615,7477 Yen. Der Abstand zum Knock Out betrage 49,91%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,10. Der Hebel belaufe sich auf 1,99. (Stand: 12.11.2025, 10:10)
Interessant sei auch der Turbo-Put-Optionsschein Open End (ISIN DE000VH7A6A5/ WKN VH7A6A) auf den Nikkei 225-Index. Der Basispreis und die Knock-Out Barriere würden 76.425,1813 Yen betragen. Der Abstand zum Knock Out betrage 49,46%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,10, der Hebel bei 2,01. (Stand: 12.11.2025, 10:10)
Bitte beachten Sie auch Risiken und wichtige Hinweise unter folgendem Link. (Ausgabe vom 10.11.2025) (12.11.2025/oc/a/i)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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