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Internationale Aktienmärkte im Fokus


30.12.2008
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Das Jahr 2008 dürfte als eines der dunkelsten Börsenjahre in die Geschichtsbücher eingehen, so die Analysten der SEB in ihrem aktuellen "MarketFlash".

Dabei habe insbesondere der DAX, der mehr als 40% seines Wertes eingebüßt habe, einiges dazu beigetragen. Emerging Markets wie China und Indien hätten sogar Kursverluste von über 50% hinnehmen müssen. Auch die japanischen Börsen hätten sich dem Sog nicht entziehen können. Was werde nun das neue Jahr bringen?


Der S&P 500 habe sich in den ersten drei Quartalen in einer volatilen Seitwärtstendenz zwischen 1.217 und 1.432 Punkten befunden. Mit Beginn des vierten Quartals, in dem dann der größte Quartalsverlust von fast 30% verzeichnet worden sei, sei die Unterstützung signifikant durchbrochen worden. Die volatile Seitwärtsrange zwischen 776 und 962 Punkten, die in den letzten Wochen vorgeherrscht habe, dürfte auch im neuen Jahr beibehalten werden. Die mittelfristigen Indikatoren würden zu wenig Impulse liefern, um eine größere Kurserholung zu erwarten. Belastet werde der S&P 500 nicht nur durch den hohen langfristigen negativen Trendüberhang, sondern auch durch den intakten Abwärtstrend. Der Anleger bleibe demnach auch in 2009 von einem volatilen Handel nicht verschont.

Wenig Freude konnte man in diesem Jahr auch an der Kursentwicklung der japanischen Indices haben, so die Analysten der SEB. Unter dem Strich schlage ein Minus von rund 42% zu Buche. Der Topix könne sich an der starken Unterstützung bei 815 Punkten jedoch stabilisieren und weise die letzten vier Wochen eine positive Tendenz auf. Allerdings werde auch der japanische Markt in 2009 durch den weiterhin intakten Abwärtstrend belastet. Größere Kurserholungen seien daher auch hier zunächst nicht zu erwarten.

Der DAX sei einer der wenigen Indices, die nicht nur ein schwaches viertes Quartal aufweisen würden, sondern bereits im ersten Quartal des Jahres größer Kursverluste hätten hinnehmen müssen. Sehr schnell habe er sich von den 8.000 Punkten zu Beginn des Jahres verabschieden müssen. Er habe vorerst einen Halt an der Unterstützung bei 6.297 Punkten gefunden, bevor dann ein neues Mehrjahrestief bei 4.015 Punkten aufgestellt worden sei. Im Anschluss an das Tief habe sich der DAX wieder bis auf über 4.700 Punkte erholen können.

Mittelfristig kämen nur leicht positive Impulse, langfristig belaste der Überhang an Abwärtspotenzial und -dynamik, der weiter ausgebaut werde. Es dürfte daher sehr schwer fallen, sich im ersten Halbjahr in Richtung des Widerstands bei 5.351 Punkten zu erholen. Zudem sei ein Ausbruch über den langfristigen Abwärtstrend, der zu Beginn des Jahres ausgebildet worden sei, sehr unwahrscheinlich. Es müsse daher zunächst mit einer Abwärtsbewegung gerechnet werden, sodass Kurse unterhalb von 4.000 Punkten durchaus möglich seien. Eine Beruhigung könnte es in der zweiten Jahreshälfte geben. (Ausgabe vom 30.12.2008) (30.12.2008/ac/a/m)



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