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TecDAX technische Analyse


13.07.2009
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Es war am 9. März 2009, als der TecDAX mit 400 Punkten ein Mehrjahrestief aufstellte, so die Analysten der SEB in ihrem aktuellen "MarketFlash".

Nur in den Jahren 2002/2003 als die Neue Markt-Blase geplatzt sei, habe der Index mit rund 300 Punkten niedriger gestanden. In den letzten vier Monaten habe sich der TecDAX mit einem Anstieg von über 50% deutlich erholt. Abgeprallt sei er nun allerdings am starken Widerstand bei 646 Punkten - wie in der damaligen Erholung vor sechs Jahren auch.

Charttechniker, deren Aufgabe es sei, aus vergangenen Kursverläufen Prognosen für die Zukunft zu erstellen, würden da natürlich eine geschichtliche Wiederholung wittern. Gebe es also auch dieses Mal nach dem Abprall am Widerstand bei 646 Punkten eine monatelange, über 30%ige Korrektur? Nein! Es gebe nämlich markante Unterschiede.


Zum einen habe der TecDAX damals über 100% zugelegt, dieses Mal seien es nur etwas über 50%. Das Ausgangsniveau der Erholung sei mit rund 300 Punkten deutlich niedriger gewesen als der Anstieg von 400 Punkten heutzutage. Zudem habe der TecDAX damals ein Jahr gebraucht, um den Widerstand bei 646 Punkten zu erreichen. Man könne die Erholungen also nicht vergleichen, so interessant die Konstellation auf den ersten Blick auch erscheine.

Wie gehe es also jetzt weiter? Einen mittelfristigen Abwärtsdruck gebe es nicht, wie die Overbought/Oversold Indikatoren zeigen würden. RSI und Stochastiks würden minimal abwärts verlaufen. Das langfristige Trendumfeld weise noch einen Überhang an Abwärtspotenzial und -dynamik auf, der aber sukzessive abgebaut werde. Damit seien die Chancen hoch, dass sich der TecDAX in den nächsten Wochen zwischen den Marken bei 581 und 646 Punkten bewege. Den Abwärtstrend habe der Index ohnehin schon im Mai aufgelöst.

Im Tageschart gebe es sogar schon erste Anzeichen für eine Stabilisierung. Die dortigen, kürzerfristigen Overbought/Oversold Indikatoren würden nämlich einen Dreh zur Seite hin andeuten. Was fehle, seien dynamische Aufwärtsimpulse. Auch der MACD im Tageschart spreche keine andere Sprache. Er verlaufe knapp unterhalb der Nullachse behauptet. So sollte das Kurspotenzial zunächst mit dem Bereich von 650 Punkten gedeckelt sein.

Im Tageschart befinde sich zudem noch ein Widerstand bei 672 Punkten. Ein signifikanter Ausbruch über dieses Niveau wäre vermutlich ein neues Kaufsignal mit Kursziel bei 745 Punkten. Umgekehrt wäre ein Durchbruch unter 581 Punkte ein Verkaufsignal mit Rückschlagspotenzial bis 523 Punkte. Beides sei für die nächsten Wochen nicht sehr wahrscheinlich. Geschichte wiederhole sich also häufig, aber nicht immer. (Ausgabe vom 10.07.2009) (13.07.2009/ac/a/m)




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