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DAX vor steinigem Weg


30.12.2009
Deutsche Börse AG

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Zum Jahresende hat der deutsche Leitindex den höchsten Wert in diesem Jahr erreicht: Die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Indexpunkten wurde erreicht, so die Deutsche Börse AG.

Er sei gestern bis 6.028 geklettert. Doch heute komme der Blue-Chip-Index nicht in Fahrt. Zur Mittagszeit strauchle er um bei einem Indexstand von 5.960 Zählern.

Armin Kremser von der DZ BANK sehe in dem Aufschwung im DAX der vergangenen Tage eine typische Weihnachtsrally, die sich vermutlich im nächsten Jahr nicht fortsetzen werde. "Es haben die Handelsvolumina gefehlt. Der Index könnte sich daher zu Beginn des neuen Jahres wieder nach unten bewegen."


Die Entwicklung im nächsten Jahr sei schwierig zu greifen, meine der technische Analyst. "Einen schönen Trend, wie wir ihn im Jahr 2009 hatten, mit einem Tiefpunkt im Frühjahr und den nachfolgenden Anstiegen erwarten wir nicht." Kremser rechne mit einem oszillierenden Markt. Höchststände im Leitindex dürften sich zwischen Januar und März abzeichnen, bis zum Frühherbst könnte der DAX schwanken. Dann allerdings sei wieder mit einer Jahresendrally zu rechnen.

Die Risiken, mit denen die Marktteilnehmer konfrontiert würden, würden in der Zinsentwicklung, im Investoren-Sentiment und aus technischer Sicht in den Zyklen, in denen sich die Märkte befinden würden, liegen.

In den vergangenen Wochen seien die Zinsen am langen Ende stark gestiegen. "Wenn die Zinsen zu stark steigen, könnte die FED das Anleihenankaufprogramm erneuern bzw. verlängern, um die Zinsen künstlich in der Region um 4 Prozent zu halten."

Wichtig aus technischer Sicht seien zwei Zyklen: Der US-Präsidentschaftszyklus, der nun ins zweite Jahr gehe und der Dekadenzyklus, der 2010 starte. Und beide Zyklen würden in einer historischen Betrachtung nach unten bzw. auf eine Seitwärtsentwicklung weisen. "Schaut man sich die Marktentwicklung der vergangenen 100 Jahre an, sieht man in den ersten zwei bis drei Jahren meist einen verhaltenen Fortschritt. Es folgen boomende Jahre und zum Ende einer Dekade drückt eine Krise auf die Indices", erläutere Kremser. Ende der 90er Jahre hätte die Russlandkrise die Indices weltweit belastet. 2008 hätten die Marktteilnehmer den Hochpunkt der aktuellen Krise gesehen - jeweils mit der entsprechenden Erholung zum Ende des Jahrzehnts.

Bei den Risiken, die einen Markt belasten würden, müsse man auch immer das Investoren-Sentiment im Auge behalten, sage Kremser. Die Investoren seien derzeit noch recht bullisch gestimmt. Doch dies könnte man auch als Kontraindikator sehen. "Das kommende Jahr ist nicht leicht zu greifen. Wir erwarten für 2010 jedenfalls ein steiniges Jahr", schließe der Charttechniker ab. (30.12.2009/ac/a/m)




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