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US-Leitindices mussten deutliche Rückschläge hinnehmen 15.07.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Die US-Leitindices mussten diese Woche deutliche Rückschläge hinnehmen, so die Analysten der Erste Bank.
Am schwächsten habe sich der Russell 2000 (-4,1%) entwickelt, gefolgt vom NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) (-3,8%) und dem S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) (-3,3%). Sämtliche Sektoren seien im Minus gewesen. Auch die defensiven Branchen wie Healthcare (-1,6%) und Nahrungsmittel (-2%) seien unter Verkaufsdruck gekommen. Überdurchschnittlich schwach seien wieder die Banken (-4,9%), die Halbleiterbranche (-6,7%), sowie Baumaterialien (-9,5%) gewesen.
Die US-Berichtssaison habe nun begonnen. Der Aluminiumkonzern Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) habe als erstes seine Quartalsergebnisse vorgelegt. Erwartungsgemäß habe das Unternehmen seinen Nettogewinn deutlich ausweiten können (USD 322 Mio. nach 136 Mio. im Vergleichquartal des Vorjahres). Der Umsatz habe sich auf USD 6,6 Mrd. erhöht (nach 5,2 Mrd. ein Jahr davor). Auch die wichtigsten Profitabilitätskennzahlen würden zeigen, dass sich Alcoa wieder auf einem Expansionspfad befinde. Die Aktie sei mit einem erwarteten KGV von 12,3 (aktuell 17,6) durchaus noch moderat bewertet und biete bei gelegentlichen Schwächephasen des Marktes voraussichtlich gute Einstiegsmöglichkeiten.
Der Finanzkonzern J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) habe im zweiten Quartal einen Gewinn von USD 5,43 Mrd. erzielt. Der Gewinn je Aktie betrage USD 1,27 und sei damit nur geringfügig geringer ausgefallen als im Quartal davor (USD 1,28). Ein wichtiger Faktor für den relativ hohen Quartalsgewinn sei das Faktum, dass diesmal weniger Mortgages und Kreditkartenforderungen abgeschrieben worden seien. Laut Unternehmensführung sollte die Zwangsversteigerungswelle bei Immobilien noch weitere zwölf bis achtzehn Monate andauern, bevor ein allmählicher Rückgang erwartet werde.
Die Summe der Kredite habe sich geringfügig von USD 686 Mrd. auf USD 689 Mrd. gesteigert, wobei die Privatkredite leicht rückläufig gewesen seien und Firmenkredite hingegen einen sehr moderaten Anstieg verzeichnet hätten. Die Aktie habe sich zwar viel besser entwickelt als viele andere US-Finanztitel, sei aber seit Jahresbeginn noch immer 3,6% im Minus und weise damit eine weitaus schlechtere Performance als der S&P 500 Index aus, der im gleichen Zeitraum 5,4% habe zulegen können.
Sehr interessant sei auch die Äußerung des FED-Chefs Ben Bernanke zur Wochenmitte gewesen. Demnach stehe die FED wieder bereit für Stimulusmaßnahmen, falls sich die US-Volkswirtschaft abkühlen würde. Eine Ausweitung des Programms zum Aufkauf von Staatsanleihen wäre möglich. Die Abkühlung sei bereits da und die Botschaft zwischen den Zeilen sei einfach: Bisher hätten alle Maßnahmen der Wirtschaft nur wenig geholfen - man mache so weiter und das dafür umso intensiver. Eine gute Nachricht - vor allem für Edelmetallbesitzer. (15.07.2011/ac/a/m)
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