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Aktienmärkte politisch dominiert 21.10.2011
Helaba
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Erholung an den internationalen Aktienmärkten ist zuletzt ins Stocken geraten, so die Analysten der Helaba.
Obwohl in den USA bereits die Zwischenberichterstattung der Unternehmen über das dritte Quartal angelaufen sei, sei die Kursentwicklung derzeit in erster Linie politisch geprägt. Spekulationen über Maßnahmen zur Eindämmung der europäischen Schuldenkrise hätten bis zuletzt das Auf und Ab der Notierungen bestimmt.
Die Erwartungen an den EU-Gipfel sollten allerdings nicht zu hoch gesteckt werden. Einfache Lösungen werde es nicht geben. Vielmehr gehe es darum, die Lasten so zu verteilen, dass der volkswirtschaftliche Schaden so gering wie möglich ausfalle. Gleichzeitig müssten aber auch die Anreize für die krisengeschüttelten Länder erhalten bleiben, ihre Staatsfinanzen mittelfristig zu konsolidieren. Gelinge es den europäischen Staatschefs, einen konsistenten Weg zur Krisenbewältigung aufzuzeigen, dürfte sich zwar die Nervosität an den Finanzmärkten etwas legen. Mit einem Befreiungsschlag für den Aktienmarkt sei gleichwohl nicht zu rechnen.
Für einen nachhaltigen Rückgang der Risikoaversion seien gegenwärtig die Wachstumsunsicherheiten noch zu hoch. Nach dem erneuten Rückgang des stark von den Einschätzungen von Finanzanalysten geprägten ZEW-Index habe sich auch die Stimmung in den Unternehmen - gemessen am ifo-Geschäftsklima - weiter eingetrübt. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass sich die Nervosität der Marktteilnehmer - gemessen an der impliziten Aktienmarktvolatilität - erst dann zurückbilde, wenn sich die Erwartungen auf der Unternehmensseite stabilisieren würden. Dafür gebe es gegenwärtig aber noch keine Anzeichen.
Als Stütze für den Aktienmarkt dürfte sich jedoch die niedrige Bewertung erweisen. Sie sei Ausdruck einer bereits ausgeprägten Gewinnskepsis. So lägen die impliziten Gewinnerwartungen des Aktienmarktes bereits deutlich unter den Konsensschätzungen für die kommenden zwölf Monate. Mit Blick auf die nun auch hierzulande anlaufende Berichtssaison sei daher nicht mit größeren Enttäuschungen zu rechnen. Vielmehr bestehe die Chance auf positive Überraschungen.
In den USA, wo inzwischen 25% der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0)-Unternehmen berichtet hätten, hätten rund 71% die Analystenschätzungen übertreffen können (langfristiger Durchschnitt: 60%). Für ein Durchstarten an den Aktienmärkten dürfte dies jedoch nicht reichen. Vielmehr würden Staatsschuldenkrise und Wachstumsunsicherheiten auch in den kommenden Monaten für eine Schaukelbörse sorgen. (21.10.2011/ac/a/m)
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