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Aktienmärkte tendieren im Vorfeld des Euro-Schuldengipfels seitwärts


28.10.2011
BNP Paribas Investment Partners

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Geduld der Märkte wird wieder auf die Probe gestellt: Die Staats- und Regierungschefs des Euroraums konnten sich am letzten Wochenende nicht einigen, so die Analysten von BNP Paribas Investment Partners.

Das Treffen der Finanzminister am Mittwoch sei abgesagt worden. Daraus lasse sich ablesen, wie schwierig es sei, sich auf einen umfassenden Plan zu einigen. In einigen Punkten scheine man sich jedoch einig geworden sein. So z.B. im Hinblick auf die Rekapitalisierung der Banken in Höhe von 108 Mrd. EUR. Die Banken müssten sich hierfür zunächst an die Märkte wenden, dann an ihre jeweiligen Regierungen und dürften erst in letzter Instanz den Rettungsschirm in Anspruch nehmen. Dadurch könnte vermieden werden, dass der EFSF zu schnell ausgeschöpft werde. Gleichzeitig bestehe jedoch die Gefahr eine Kreditkrise, falls die Banken die Kreditvergabe zu sehr einschränken würden, um den neuen Solvabilitätsanforderungen gerecht zu werden.

Was die Beteiligung des privaten Sektors am zusätzlichen griechischen Rettungspaket anbelange, so würden die Regierungen angeblich einen Schuldenschnitt zwischen 60% und 70% fordern, was den Banken zu hoch erscheine. Es sei auch unklar, ob und wie der EFSF ausgeweitet werden solle. Folgende Möglichkeiten seien ad acta gelegt worden: Umwandlung des EFSF in eine Bank, um es ihm zu ermöglichen, über EZB-Kredite von einer Hebelwirkung zu profitieren, Umwandlung des EFSF in eine Versicherung für neu ausgegebene Staatsanleihen und eine stärkere Einbindung des IWF. Nach Ansicht der Analysten werde das Endergebnis enttäuschend ausfallen. Die Rekapitalisierung könnte sich als unzureichend erweisen. Der Schuldenschnitt werde unter Umständen nicht ausreichen, um die griechischen Staatsfinanzen zu sanieren. Die Schlagkraft des EFSF werde nicht angemessen erhöht werden.

Nachdem sie einige Wochen lang besser ausgefallen seien als erwartet, hätten sich die neuesten amerikanischen Wirtschaftsdaten durchwachsen präsentiert. Der regionale Philadelphia FED Index weise nicht länger auf eine Rezession hin, während Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter ein annehmbares Investitionswachstum erwarten lassen würden. Gleichzeitig seien jedoch die Preise bestehender Häuser gefallen und die Preise für Wohnimmobilien hätten sich weiter abwärts bewegt. Das Verbrauchervertrauen sei auf den niedrigsten Stand seit März 2009 gefallen.


Die Einkaufsmanagerindices der Eurozone seien weiter gefallen. Der kombinierte PMI sei bereits zum sechsten Monat in Folge rückläufig gewesen. Angesichts der anhaltenden Besorgnis aufgrund der Staatsschuldenkrise, dem mangelnden Vertrauen (das Verbrauchervertrauen sei weiterhin rückläufig gewesen) und dem harten Sparkurs in vielen Ländern, sehe es nicht so aus, als könne eine Rezession vermieden werden. Die Daten aus den Einkaufsmanagerindices würden darauf schließen lassen, dass die Auftragseingänge in der Industrie weiter zurückgehen würden. Ihre Zunahme im Jahresvergleich sei vor Kurzem bereits auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen.

Eine Ausnahme habe der chinesische Einkaufsmanagerindex gebildet, der sich positiv entwickelt habe. Das Wachstum der Industrieproduktion sei in Taiwan rückläufig gewesen, habe sich in Russland abgekühlt und sich in Brasilien in Grenzen gehalten. Eine schwächere Währung und eine lockerere Geldpolitik könnten Brasilien von einer weltweiten Konjunkturflaute schützen, wenn auch nur bis zu einem gewissen Ausmaß. Da sich die Daten auch in den anderen Schwellenländern verschlechtern würden, liege der Schluss nah, dass der globale Konjunkturzyklus auf eine Abschwungphase zusteuere.

Insgesamt gesehen würden die Außenhandelsdaten aus Brasilien, China, Chile und Taiwan für die letzten Monate so gut wie kein Wachstum ausweisen. Die Bank of India habe ihre Leitzinsen angehoben, aber gleichzeitig zu verstehen gegeben, dass sie bereit sei, auf weitere Anhebungen zu verzichten oder die Leitzinsen sogar zu senken, was allerdings aufgrund der hohen Inflationsrate nicht unbegrenzt möglich sei.

Was das dritte Berichtsquartal anbelange, so hätten sich die Zahlen für Unternehmen des S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0), deren Gewinne pro Aktie besser ausgefallen seien als erwartet, verbessert. Insgesamt hätten die Gewinne pro Aktie um fast 6% höher gelegen. Dieses Ergebnis sei jedoch durch die Banken verzerrt worden, die von Wertberichtigungen ihres Anleihenbestands profitiert hätten. Hinzu käme, dass die Erwartungen relativ einfach zu übertreffen gewesen seien, da man sie in den letzten drei Monaten nach unten revidiert habe. Die Analysten von BNP Paribas Investment Partners zweifeln daran, dass sich diese Gewinnzahlen in dem von ihnen vorhergesehenen wachstumsschwachen Umfeld lange aufrechterhalten lassen.

Die Anleihenmärkte der Peripheriestaaten seien wieder durch Anleihenkäufe der EZB gestützt worden. Die Renditezuschläge für zehnjährige italienische und spanische Staatsanleihen seien inzwischen zurückgegangen, aber die Diskussion über die Erhöhung der Schlagkraft des EFSF durch Hebelung habe Spuren bei EFSF-Bonds und französischen Anleihen hinterlassen. Die Risikozuschläge für fünfjährige EFSF-Anleihen hätten sich ausgeweitet, während die Spreads für französische Staatsanleihen die Marke von 100 Bp überschritten hätten. Daraus werde ersichtlich, dass die Hebelung des EFSF vermutlich ihren Preis haben werde. (28.10.2011/ac/a/m)



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