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Aktienmärkte Anleger wollen harte Fakten sehen


05.04.2012
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Nervosität ist an die Aktienmärkte zurückgekehrt, so die Analysten der Helaba.

Die implizite Volatilität sei zuletzt wieder sichtbar angestiegen. Investoren, die frühzeitig auf eine Erholung bei Aktien gesetzt hätten, würden einen Teil der Gewinne mitnehmen. Bislang unterinvestierte Anleger würden gegenwärtig offensichtlich den Einstieg scheuen. Beide Gruppen würden inzwischen befürchten, dass Aktien nach zwei starken Quartalen die Puste ausgehen könnte.


Wichtige Treiber der Rally wie positive Konjunkturüberraschungen, die Beruhigung der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie die üppige Liquiditätsversorgung durch FED und EZB scheinen gegenwärtig etwas an Schwung zu verlieren, so die Analysten der Helaba. So gehe der Anteil positiver Überraschungen bei den Konjunkturindikatoren in den USA bereits sichtbar zurück, während die Wirtschaft im Euroraum erst sehr zaghafte Erholungsansätze aufweise. Zudem seien die Risikoaufschläge bei Euro-Staatsanleihen wieder etwas angestiegen. Das Thema Staatsschuldenkrise bleibe also auf der Agenda. Auch die Hoffnungen auf neuerliche Liquiditätsspritzen durch die US-Notenbank seien zuletzt enttäuscht worden.

Auch wenn der einfache Teil der Rally vermutlich hinter uns liege, stünden die Chancen insgesamt gut, dass die Aktien nach einer Konsolidierung ihre Erholung fortsetzen würden. Dafür sei es allerdings notwendig, dass makro- wie mikroökonomische Daten in den kommenden Wochen und Monaten die positiven Signale der erwartungsgetriebenen Frühindikatoren bestätigen würden. Wichtige Impulse für Aktien könnten von Unternehmensdaten ausgehen. In der Berichtswoche werde Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) den Startschuss für die US-Berichterstattung über das erste Quartal geben.

Zwar scheinen Aktien bereits einen positiven Verlauf der so genannten "earnings season" vorweggenommen zu haben, so die Analysten der Helaba. Immerhin habe der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) im ersten Quartal um stolze 12% zugelegt. Allerdings signalisiere das jüngste Übergewicht an positiven Gewinnrevisionen, dass die Schätzungen der Analysten - obschon deutlich optimistischer als die impliziten Gewinnerwartungen des Marktes - auch für US-Unternehmen zuletzt wohl zu konservativ gewesen seien. Bei anziehenden Gewinnerwartungen bestehe bei Aktien durchaus noch Luft nach oben. Schließlich hätten Dividendentitel in der Vergangenheit in Phasen überwiegend positiver Gewinnrevisionen meist überdurchschnittlich zulegen können. (05.04.2012/ac/a/m)




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