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Erfreuliche US-Berichtssaison, Euro überraschend fest


27.04.2012
Weberbank

Berlin (www.aktiencheck.de) - Mailand oder Madrid? - Hauptsache Schuldenkrise, so die Analysten der Weberbank.

Und somit würden jetzt die Spanier in die Schusslinie geraten. Deren Risikoaufschläge auf lang laufende deutsche Staatsanleihen hätten mit mehr als vier Prozent erneut ein Niveau erreicht, das für die weitere Refinanzierung des Mittelmeerstaates kritisch sei. Auch für kurzfristige Anleihen habe sich der Zins nahezu verdoppelt. Zudem sei das Land jüngst von der Rating-Agentur S&P um zwei Stufen auf BBB+ heruntergestuft worden - Ausblick "negativ".

Zu allem Überfluss stehe nach dem Scheitern der Haushaltsverhandlungen in den Niederlanden ein weiteres Land in Europa vor Neuwahlen. Auch hier habe S&P den Ausblick für die Einschätzung der Kreditwürdigkeit auf "negativ" gesetzt. Somit sei es durchaus möglich, dass die Niederlande das AAA-Rating verlieren würden. Die Großwetterlage in Europa sei derzeit nun mal wechselhaft, denn wenn am 6. Mai die Stichwahl in Frankreich sowie die Parlamentswahl in Griechenland stattfinden würden, stünden die Zeichen auf Wechsel.

Gerade in Griechenland sei die Zusammensetzung der neuen Regierung und damit der weitere Sparkurs noch völlig unklar. Das birgt Unsicherheiten, die die Kapitalmärkte nicht mögen, so die Analysten der Weberbank. Dabei sei der ifo- Geschäftsklimaindex zum sechsten Mal in Folge unerwartet gestiegen. Auch wenn der Anstieg von 109,8 auf 109,9 Punkte nur minimal gewesen sei, untermauere dieser wichtige Frühindikator weiterhin Deutschlands Sonderrolle in Europa.

Im Widerspruch dazu stünden allerdings die Umfragen unter Einkaufsmanagern. Deren Stimmung sei überraschend auf ein Niveau abgerutscht, das sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone eine Kontraktion signalisiere - insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe. Die Konjunkturdaten aus den USA würden ebenfalls ein uneinheitliches Bild malen: Der Immobilienmarkt als Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung im Land zeige eine Belebung bei den Baugenehmigungen, die tatsächlichen Baubeginne würden allerdings auf niedrigem Niveau bleiben.


Der US-Arbeitsmarkt erhole sich langsam, die Beschäftigungsabsichten mittelständischer Unternehmen seien aber deutlich rückläufig. Was bleibe, sei die Erkenntnis, dass die US-Konjunkturlokomotive der Euro-Lok zwar vorweg laufe, allerdings im Schneckentempo.

Möglicherweise würden daher über kurz oder lang auch noch weitere Liquiditätsmaßnahmen auf den Weg gebracht, auch wenn die Notenbanken das derzeit noch mehrheitlich verneinen würden. Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank und der amerikanischen Notenbank FED würden aber auf absehbare Zeit auf extrem niedrigem Niveau bleiben. Die FED habe jüngst erneut die Absicht bestätigt, die US-Zinsen bis 2014 auf dem Nullniveau zu belassen.

Daher würden deutsche, aber auch amerikanische Staatsanleihen unter Renditeaspekten uninteressant bleiben. Die magere Nominalrendite werde darüber hinaus von der Inflation vollständig aufgezerrt. Nach wie vor seien Pfandbriefe aufgrund des zugrunde liegenden Deckungsstocks und der höheren Rendite die sichereren und attraktiveren Rentenpapiere. In Zeiten, in denen viele Unternehmen kreditwürdiger seien als so manche Staaten, würden auch Unternehmensanleihen guter Qualität ins Rentenportfolio gehören - als Beimischung auch solche aus den Wachstumsländern.

Gehe es den Unternehmen gut, würden die Aktienmärkte steigen. Soweit die Theorie. In den USA laufe die Berichtssaison auf vollen Touren, und in dieser Woche hätten auch die ersten deutschen Schwergewichte ihre Zahlen für das erste Quartal gemeldet. Während jenseits des Atlantiks sich bereits abzeichne, dass die Unternehmen erfreulich gut in das Jahr 2012 gestartet seien, sei es im alten Europa noch zu früh, eine Tendenz auszumachen. Doch obwohl die Gewinne im S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) bisher im Schnitt um fast elf Prozent hätten zulegen können (erwartet worden seien gut drei Prozent), hätten die Aktienmärkte davon nicht profitieren können und würden sich im Konsolidierungsmodus befinden. So die Realität.

Wie eine ungeliebte Bekannte sei die Schuldenkrise mit den Sorgen rund um Spanien wieder in das Bewusstsein der Investoren gerückt. Seit Jahresbeginn habe der spanische Leitindex IBEX 35 (ISIN ES0SI0000005 / WKN 969223) über 18 Prozent eingebüßt - im Vergleich zum europäischen EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) (ca. minus ein Prozent) eine bescheidene, im Vergleich zum DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) (+13 Prozent) eine desaströse Wertentwicklung.

Die Grundstimmung an den Aktienmärkten sei als nervös zu bezeichnen, wie das Angstbarometer VSTOXX anzeige. Dieser Index gebe die Volatilität, die erwartete Schwankungsbreite für die nächsten 30 Tage wieder und liege derzeit mit ca. 27 Prozent auf leicht erhöhtem Niveau. Panik sei das aber noch nicht. Die Analysten würden US-Aktien und deutsche Unternehmen bevorzugen.

In diesem Umfeld habe sich der Euro kaum verändert zum US-Dollar gezeigt. Seit Jahresbeginn habe der Euro gegenüber dem Dollar sogar um gut zwei Prozent zugelegt. Diese relative Stärke sei vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise erstaunlich. Ebenso verwundere die Gelassenheit, mit der die Krisenwährung Gold auf die Unsicherheiten reagiere. Die Analysten würden bald wieder einen steigenden Goldpreis erwarten. (27.04.2012/ac/a/m)



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