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Stahlindustrie in einer schwierigen Situation 04.10.2012
WGZ BANK
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Stahlindustrie, insbesondere die in Europa, befindet sich gegenwärtig in einer sehr schwierigen Situation, so die Analysten der WGZ BANK.
Sie sei gekennzeichnet durch eine konjunkturbedingt schwache Nachfrage, Produktionsüberkapazitäten und sinkende Stahlpreise. Der Ausblick für die Stahlindustrie bleibe mit überdurchschnittlich hohen Unsicherheiten behaftet. Eine deutliche Nachfrageerholung im Jahr 2013 sei nach Erachten der Analysten nicht zu erwarten. Nahezu alle Unternehmen würden gegenwärtig Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramme durchführen, was sich insbesondere im kommenden Geschäftsjahr positiv auf die Ergebnisentwicklung auswirken sollte.
Entlastung für die Stahlkonzerne könnte auch von der Rohstoffseite kommen. Insgesamt würden die Analysten bei den Stahlaktien mit einem anhaltend volatilen Kursverlauf rechnen, da den Konjunkturunsicherheiten erhebliche Liquidität infolge der expansiven Geldpolitik gegenüberstehe, die unter anderem in die Aktienmärkte fließen dürfte.
Die ArcelorMittal-Aktie (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2) sei die Topempfehlung der Analysten im Stahlsektor, auch wenn auf dem Konzern der größte Kapazitätsanpassungsdruck in Europa laste und sich daraus entsprechende Ergebnisbelastungen (Wertberichtigungsbedarf) ergeben könnten.
Allerdings erscheinen uns bei einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,4 (2012e) milliardenschwere Wertberichtigungen bereits vom Markt eingepreist zu sein, so die Analysten der WGZ BANK. Zudem bestehe überdurchschnittliches Potenzial, wenn die Rohstoffmärkte (Eisenerz, Kokskohle) wieder anziehen sollten, da ArcelorMittal über eigene Rohstoffaktivitäten verfüge. Darüber hinaus sei der Konzern regional diversifizierter aufgestellt als die anderen drei von den Analysten analysierten Stahlwerte. Ihr Votum laute "kaufen".
Bei der Klöckner & Co-Aktie (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100) laute das Votum der Analysten trotz der schwachen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2012 weiterhin "halten". Die Restrukturierung sollte sich im kommenden Jahr spürbar in der Geschäftsentwicklung niederschlagen. Die Analysten würden hier einen Turnaround erwarten.
Für die Salzgitter-Aktie (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) spreche nach Erachten der Analysten die Konzentration auf höherwertige Stähle und das Röhrengeschäft sowie die im Branchenvergleich sehr soliden Bilanzkennzahlen (Eigenkapitalquote zum 30.06.2012: 43%; Nettoliquidität). Anderseits sei das Unternehmen sehr stark vom europäischen Markt abhängig. Die Empfehlung der Analysten laute weiterhin "halten".
ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) könne zwar in den letzten Monaten auf Fortschritte beim Konzernumbau verweisen, die entscheidenden zwei Projekte - Verkauf der Edelstahlsparte und des amerikanischen Stahlgeschäfts - seien jedoch noch nicht umgesetzt bzw. würden sich erst in der Anfangsphase befinden. Die EU-Kommission habe bis Ende November Zeit, über den geplanten Verkauf von Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu zu entscheiden. Noch sei nicht sicher, ob die Zugeständnisse von Outokumpu an die Wettbewerbsbehörden ausreichen würden.
Eine Lösung für Steel Americas könnte an den Preisvorstellungen von ThyssenKrupp scheitern. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten die ThyssenKrupp unverändert mit "verkaufen" einstufen. Fortschritte bei Inoxum und/ oder Steel Americas könnten aber nach Einschätzung der Analysten zu einer Neueinschätzung der Aktie führen. (04.10.2012/ac/a/m)
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