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Chinas Wirtschaft wieder auf dem richtigen Weg 18.10.2012
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.aktiencheck.de) - Heute Morgen wurde in China eine Reihe an Daten veröffentlicht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
Das BIP-Wachstum entspreche mit 7,4% p.a. den Erwartungen. Die erhoffte Stabilisierung der Wirtschaft zeichne sich immer deutlicher ab. Auf Quartalsbasis habe ein Wachstum von 2,2% verzeichnet werden können. Für Q4 würden die Analysten wieder eine moderate Zunahme der Wirtschaftsleistung erwarten. In diese Richtung würden auch die Daten zu Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Sachanlageinvestitionen für September deuten, die alle besser als erwartet ausgefallen seien. Das Wachstum der Industrieproduktion habe sich von 8,9% p.a. im August auf 9,2% p.a. verbessern, das der Sachanlageinvestitionen von 20,2% p.a. auf 20,5% p.a. und das Wachstum der Einzelhandelsumsätze stark zulegen können - von 13,2% p.a. auf 14,2% p.a.
Generell würden die zuletzt veröffentlichten Daten auf eine erste Erholung der chinesischen Wirtschaft hindeuten. So seien die neuen Kredite in Lokalwährung im September mit CNY (Chinesischer Yuan) 623,3 Mrd. zwar unter den Erwartungen und dem Vormonat geblieben, doch das gesamte "social financing" - der eigentliche Indikator für die Finanzierung der Wirtschaft - sei auf CNY 1,65 Bio. von CNY 1,24 Bio. im August gestiegen. Es zeige sich, dass alternative Finanzierungsquellen wie Treuhandkredite oder Bankakzepte von Wechsel an Bedeutung gewinnen würden.
Auch die Exportdaten hätten positiv überrascht. Im September sei ein Wachstum von 9,9% p.a. verzeichnet worden, insbesondere getragen von einem sprunghaften Anstieg der Exporte in die ASEAN-Länder (+25,5% p.a. von +10,3% p.a. im August). Aber auch die Exporte nach Japan und USA würden sich langsam erholen (+2,2% p.a. und +5,5% p.a.). Exporte in die EU hätten weiterhin einen Rückgang (-10,7% p.a.) verzeichnet.
Die Stützungsmaßnahmen scheinen langsam zu greifen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG. In den nächsten Wochen dürften die chinesischen Behörden jedoch keine weiteren großen Maßnahmen beschließen. Zwar wäre von Seiten der Inflationsrate (1,9% p.a. im September) oberflächlich noch geldpolitischer Spielraum gegeben, Yi Gang, Vize-Gouverneur der People's Bank of China, habe aber erst kürzlich erklärt, dass das Primärziel einer Notenbank sein sollte, die Inflation unter Kontrolle zu halten.
Da die Senkungen der Mindestreserveerfordernisse und der Zinsen Anfang und Mitte des Jahres sowie steigende Schweinefleischpreise (aufgrund ungünstiger Basiseffekte sowie steigender Nachfrage) die Inflationsrate in den kommenden Monaten ohnehin wieder ankurbeln dürften, würden die Analysten erwarten, dass der Markt weiterhin über Reverse Repo Geschäfte liquide gehalten werde und nicht über geldpolitische Lockerungsmaßnahmen. Und obwohl sich die Immobilienpreise im September weiter abgekühlt hätten, solle ein erneuter Anstieg unbedingt verhindert werden.
Die Aktienmärkte hätten schon im Vorfeld positiv auf die erwartete Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft reagiert. Heute hätten sie nochmals zulegen können. Der HSCEI Index (ISIN HK0000004330 / WKN 145734) habe seit seinem letztem Tiefstand am 6. September 18,45% aufholen können und stehe derzeit bei 10.636,25 Punkten.
Der CNY setze die Aufwertung gegenüber dem USD fort und notiere derzeit um die 6,25. Schon im Vorfeld zum Staatsbesuch von US Vizeaußenminister William Burns vom 16. bis 17. Oktober habe die PBoC den Mittelkurs aufgewertet, um einer politischen Diskussion über die Unterbewertung des Yuans den Wind aus den Segeln zu nehmen. Generell seien die Analysten aber nicht der Meinung, dass die PBoC die Währung zu stark aufwerten lassen werde, um den noch immer schwachen Exportmarkt nicht zu sehr zu belasten. Daher sollte sich der CNY nach den Wahlen in den USA bis Ende des Jahres wieder ein wenig abschwächen. (18.10.2012/ac/a/m)
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