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Berichtssaison bislang durchwachsen 24.10.2012
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.aktiencheck.de) - Die Berichtssaison zum dritten Quartal hat sich mittlerweile wieder als wesentlicher Einflussfaktor an den Aktienbörsen etabliert, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
Bislang sei in den USA ein fast schon typischer Ablauf bemerkbar. Während im Vorfeld die Analystenerwartungen kräftig nach unten geführt worden seien (Q3: -2,0% im Jahresvergleich bei den Gewinnen), hätten es die Unternehmen dann geschafft, bei der tatsächlichen Veröffentlichung die niedrigeren Gewinnerwartungen zu übertreffen. Konkret hätten bisher rund ein Viertel der Titel des S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) ihre Ergebnisse berichtet, ca. 70% davon hätten die Gewinnschätzungen übertroffen. Am Ende des Tages werde wohl im Jahresvergleich wie schon im Vorquartal eine Stagnation der Gewinne zu Buche stehen.
Ernüchternder falle das Zwischenresümee allerdings abermals bei der Umsatzentwicklung aus. Hier hätten bis dato knapp 59% der Unternehmen die Erwartungen verfehlt. Dies sei ein weiteres Indiz dafür, dass der Konjunkturmotor derzeit nicht gerade brumme. Auffällig sei auch gewesen, dass in den Quartalsergebnissen der großen IT-Titel (Intel (ISIN US4581401001 / WKN 855681), Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY), IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399)) allesamt ein Haar in der Suppe zu finden gewesen sei. Hier würden sich auch das stagnierende Wachstum bei PC-Absätzen und die Substitution von Laptops durch Smartphones Tablets bemerkbar machen.
Mehrheitlich besser seien hingegen die Zahlen der US-Finanztitel ausgefallen, welche mit einem prognostizierten Gewinnanstieg von mehr als 28% ohnehin hervorragen würden. Die Impulse vonseiten der US-Unternehmensergebnisse würden daher nach Meinung der Analysten ambivalent bleiben, einfach auch deshalb, weil die Konsensus-Gewinnerwartungen für das vierte Quartal (+9,3%) und für das Gesamtjahr 2013 (+10,3%) wohl noch nach unten korrigiert werden müssten.
Was die europäische Berichtssaison angehe, sei eine Beurteilung noch verfrüht, da bislang erst eine überschaubare Anzahl von Unternehmen ihre Ergebnisse präsentiert hätten. Jene Unternehmen, die aber schon berichtet hätten, hätten sowohl Licht (Philips (ISIN NL0000009538 / WKN 940602), Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311), SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460)) als auch Schatten (Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC), Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194), Heineken (ISIN NL0000009165 / WKN A0CA0G)) offenbart.
Interessante Erkenntnisse habe jüngst auch eine regelmäßig von einem großen US-Broker durchgeführte Umfrage unter Investoren geliefert. Hier habe sich gezeigt, dass die institutionellen Marktteilnehmer zuletzt ihre Cashlevels leicht reduziert und gleichzeitig ihre Aktiengewichtung auf ein Sechsmonatshoch ausgebaut hätten. Dies indiziere, dass die Luft für weitere Anstiege durchaus dünner werde. Gleichzeitig sei festzuhalten, dass man noch nicht exzessiv in Aktien übergewichtet sei. Ebenfalls interessant sei, dass die Mehrheit der Befragten aus Bewertungsgesichtspunkten europäische Aktien gegenüber US-Titel deutlich den Vorzug gebe und dass die "fiskale Klippe" mittlerweile als Hauptrisikofaktor noch vor der Staatsschuldenkrise angesehen werde.
In Summe gehe man in den nächsten Monaten von einer Seitwärtstendenz an den internationalen Aktienmärkten aus, wobei europäische Aktien etwas besser laufen sollten. (24.10.2012/ac/a/m)
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