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Europäische Aktienmärkte: Viel Value in Italien


31.10.2012
METROPOLE Gestion

Paris (www.aktiencheck.de) - Viele Investoren sind derzeit positiv gegenüber deutschen Aktien eingestellt, berichten die Experten von METROPOLE Gestion.

Deutsche Aktien seien noch immer nicht zu teuer, aber die Rally, die der deutsche Aktienmarkt in den letzten Monaten hingelegt habe, habe auch die Risikoprämie auf einen Level reduziert, der im Vergleich zu Unternehmen in anderen europäischen Ländern unangemessen sei. Das gehe aus der jüngsten Analyse der europäischen Aktienmärkte hervor, die jetzt von der französischen Fondsgesellschaft METROPOLE Gestion vorgelegt worden sei.

"Wir haben ausgewählte deutsche Aktien in unseren Portfolios und schauen uns auch weitere deutsche Unternehmen an, in die wir vielleicht in näherer Zukunft investieren werden", erkläre Markus Hampel, Deutschlandchef von METROPOLE Gestion. "Um es aber kurz zusammenzufassen: In anderen europäischen Ländern finden wir als Value-Investoren derzeit Aktien, die deutlicher unterbewertet sind und stärkere Katalysatoren aufweisen."


Die Auswahl unterbewerteter Aktien mit Katalysator beruhe nach den Kriterien von METROPOLE Gestion auf einem einfachen Prinzip: durch den Kauf eines Wertpapiers, das unter seinem Wert notiere, würden die mittelfristigen Risiken minimiert und die Rentabilität optimiert. Es handle sich hierbei um ein Konzept, das sich mittelfristig unabhängig von der Marktverfassung in einem vollständigen Börsenzyklus als wirksam herausgestellt habe. Ein Katalysator liefere dem Markt dann den Grund, die Unterbewertung einer Aktie in einem überschaubaren Zeitraum von zwölf bis 24 Monaten aufzuheben.

"Wie die Titelauswahl in unseren Portfolios zeigt, legen wir dabei kein besonderes Augenmerk auf einzelne Länder oder Sektoren, sondern allein auf unterbewertete Unternehmen", beschreibe Hampel den Investmentansatz. Und diese Titel könnten mal in dem einen, mal in einem anderen Land zu finden sein. Ein gutes Beispiel sei Italien, wo es zurzeit gute Unternehmen gebe, die aber völlig unterbewertet seien.

"Unternehmen wie etwa die Banca Intesa Sanpaolo (ISIN IT0000072618 / WKN 850605), die bereits heute alle Regulierungen gemäß BASEL III erfüllt, hat auch die zyklische Bodenbildung beim Return-on-Equity (ROE) erreicht", erläutere Hampel. Ein anderes, gutes Beispiel sei das italienische Small-Cap-Unternehmen Interpump Group ISIN IT0001078911 / WKN 904257), das Weltmarktführer im Bereich Industriepumpen sei.

Interpump mache 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb Italiens. "Dadurch, dass es quasi eine marktbeherrschende Position innehat, kann das Unternehmen auch in Krisenzeiten seine Margen stabil halten", erkläre der Deutschlandchef von METROPOLE Gestion. "Generell sind wir dem italienischen Markt gegenüber positiver eingestellt als etwa dem spanischen." Dort seien die meisten Aktien immer noch zu stark überbewertet.

Aber es gebe natürlich auch in Deutschland einige gute, unterbewertete Aktien. So habe METROPOLE Gestion in letzter Zeit etwa Positionen in Titeln der Allianz (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) und der GEA Group (ISIN DE0006602006 / WKN 660200) aufgebaut. "GEA hat zum Beispiel vor ein paar Jahren einen Restrukturierungsprozess gestartet, der sich langsam, aber sicher auszuzahlen beginnt. Das zeigt sich an steigenden Margen, die in der derzeitigen Bewertung noch nicht eingepreist sind", mache Hampel deutlich. Doch seien unterbewertete Aktien derzeit weniger in Deutschland, als eher in anderen europäischen Ländern zu finden. (31.10.2012/ac/a/m)



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