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US-Berichtssaison verfehlt Markterwartungen, gemischtes Bild in Europa 05.11.2012
Union Investment
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Während die Tageszeitungen derzeit voll sind mit Meldungen über die US-Wahl und den Wirbelsturm Sandy, scheint die US-amerikanische Berichtssaison ein wenig unterzugehen, so die Experten von Union Investment.
Dabei würden von ihr derzeit keine besonders ermutigenden Signale ausgehen. Einigermaßen intakt würden noch die Gewinnzahlen der Unternehmen wirken. Nachdem rund 380 der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0)-Konzerne Daten vorgelegt hätten, habe sich folgendes Bild gezeigt: Rund 70 Prozent der berichtenden Unternehmen hätten die Gewinnerwartungen schlagen können. Vor allem auf der Umsatzseite aber sei die Enttäuschung groß gewesen. Hier hätten nur 40 Prozent der Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertreffen können.
Die häufigsten positiven Gewinnüberraschungen seien in den Sektoren Basiskonsumgüter, Gesundheit und Finanzwerte zu beobachten gewesen. Die größten Enttäuschungen habe es in den zyklischen, also gegenüber konjunkturellen Schwankungen besonders sensiblen, Sektoren Energie und Grundstoffe gegeben. Im Technologiesektor hätten auffällig viele Schwergewichte (Large Caps) die Gewinnerwartungen verfehlt, was zu deutlichen Kurseinbrüchen geführt habe.
Gebeutelt worden seien unter anderem Aktien von Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985), Microsoft (ISIN US5949181045 / WKN 870747) und Facebook (ISIN US30303M1027 / WKN A1JWVX). Während der letztgenannte Konzern von vergleichsweise guten Zahlen zunächst profitiert habe, sei der Kurs ins Minus gegangen, nachdem eine Aktien-Haltefrist für Mitarbeiter geendet habe.
Der nach Marktkapitalisierung größte Konzern der Welt, Apple, habe im Oktober rund zehn Prozent seines Werts verloren. Obwohl das Unternehmen ein Umsatz- und Gewinnwachstum habe vermelden können, seien die Zahlen unter den Markterwartungen geblieben. Aktien des Software-Giganten Microsoft hätten im Oktober rund vier Prozent eingebüßt. Belastend habe vor allem der gesunkene Umsatz sowie schwache Zahlen vom PC-Markt gewirkt. Allerdings würden sich dem Konzern neue Chancen durch die Umstellung auf das neue Betriebssystem Windows 8 bieten.
Für positive Überraschungen hätten insbesondere zwei Branchen gesorgt, die in der Vergangenheit eher enttäuscht hätten: Banken und Automobilkonzerne: Geldhäuser wie Morgan Stanley (ISIN US6174464486 / WKN 885836), Goldman Sachs (ISIN US38141G1040 / WKN 920332) und J.P. Morgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) hätten durchweg überzeugende Zahlen vorgelegt und besser abgeschnitten als die Analysten es prognostiziert hätten. Und große US-Autobauer wie General Motors (ISIN US37045V1008 / WKN A1C9CM) und Ford (ISIN US3453708600 / WKN 502391) hätten vor allem auf dem Heimatmarkt zulegen können. In Europa hingegen sei das Geschäft eher mau gelaufen: Beide Konzerne hätten mitgeteilt, Werke auf dem alten Kontinent schließen zu wollen.
Mit Blick auf die Quartalszahlen der europäischen Unternehmen zeige sich die Lage ebenfalls eingetrübt. Überzeugend hätten allerdings auch hier einige Geldhäuser abgeschnitten: So habe die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) ein Ergebnis gezeigt, das deutlich über den Erwartungen gelegen habe. Vor allem die Investmentbank des größten deutschen Kreditinstituts habe einen überraschend starken Beitrag zum Gewinn geliefert.
Ein gemischtes Bild habe der Gesundheitskonzern Fresenius (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) abgegeben: Während der Mutterkonzern ein Rekordergebnis erzielt habe, habe die börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care (ISIN DE0005785802 / WKN 578580) die Anleger mit einem Ergebnis enttäuscht, das um drei Prozent unter dem Gewinn des Vorjahreszeitraums gelegen habe. Schlechte Nachrichten habe es unter anderem vom italienischen Autokonzern Fiat (ISIN IT0001976403 / WKN 860007) gegeben, der seinen Verlust in Europa auf 238 Millionen Euro ausgeweitet habe, während die Geschäfte in den USA noch erklecklich gelaufen seien. Komfortable Ergebnisse hätten die großen Ölkonzerne Total (ISIN FR0000120271 / WKN 850727), BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) und Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) vermelden können. (05.11.2012/ac/a/m)
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