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Internationale Aktienmärkte teilweise deutlich schwächer


09.11.2012
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - Entgegen unserer kurzfristigen Erwartungen notierten die meisten internationalen Aktienmärkte diese Woche zum Teil deutlich schwächer, so die Analysten von Erste Group Research.

Verhältnismäßig große Rückgänge mussten die US-Indices hinnehmen. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) habe 3,5% schwächer notiert, der NASDAQ-Index (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) habe 4,2% im Minus gelegen. Relativ besser hätten sich die europäischen Indices entwickelt. Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) habe nur 1,1% verloren. Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) (-0,4%) und der AEX (-0,9%) hätten sich ebenfalls vergleichsweise gut behauptet.

Weiter positiv bleibe die Tendenz bei indischen und taiwanesischen Aktien. Der Nifty 50-Index (ISIN XC0006013996 / WKN 601399) habe 1,66% zulegen können, der taiwanesische Leitindex 0,55%. Die japanischen Aktienindices hätten leicht schwächer notiert (Topix 500 (ISIN XC0009694107 / WKN 929694): -1,1%), etwas stärker hingegen habe der Shanghai Composite-Index (-3,3%) korrigiert.


Sämtliche US-Sektorindices hätten abwärts tendiert. Am deutlichsten sei der Rückgang bei Computertiteln (-8,5%) und bei Bankaktien (-4,8%) ausgefallen. Am besten hätten sich US-Immobilienaktien (-1%) behauptet. Auch in Europa habe die überwiegende Anzahl der Sektorindices negativ tendiert. Nur die Branchen Freizeit, Konsumprodukte sowie Lebensmittel und Getränke hätten positive Performances erzielt.

Die Edelmetallpreise hätten uneinheitlich tendiert. Gold notiere im Wochenvergleich 0,6% höher, der Silberpreis sei um 2,9% gefallen. Die Stabilisierungsphase dauere bei Gold und Silber noch an, kurzfristig sollte mit weiter erhöhter Volatilität bei diesen Edelmetallen gerechnet werden, bevor die mittelfristigen Aufwärtstrends wieder eingeschlagen würden.

Die Ölpreise seien diese Woche gefallen. Die Preise für Brent- und WTI Öl seien um ca. 2% gefallen. WTI-Öl notiere nun bei USD 85,10/Barrel und das für Europa maßgebliche Brent-Öl bei USD 106,90/Barrel.

McDonald's (ISIN US5801351017 / WKN 856958), der weltgrößte Restaurantbetreiber, habe erstmals seit vielen Jahren einen Rückgang der Umsätze in Lokalen berichtet, die schon mehr als dreizehn Monate geöffnet hätten. Die Aktie habe zuletzt deutlich korrigiert und sei nun in einem Abwärtstrend. Die Analysten würden den Titel aufgrund des schwachen Geschäftsverlaufs auf "verkaufen" zurückstufen.

Die Stimmung an den Aktienmärkten habe sich zuletzt eingetrübt. Die Volatilitäten würden derzeit wieder ansteigen, ebenso der Dollarindex. Das seien negative Signale für den Aktienmarkt. Der S&P 500 habe am Donnerstag seine mittelfristige Aufwärtstrendlinie, aber auch die 200-Tage-Linie unterschritten. Insofern scheine eine bevorstehende Abschwächung der Aktienmärkte realistischer als eine Wiederaufnahme der Aufwärtstrends. Europäische Aktien sollten sich in dieser Marktphase vergleichsweise gut behaupten. (09.11.2012/ac/a/m)




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